Investing.com – UBS Asset Management äußerte sich nach wie vor zuversichtlich für globale Aktien und verwies auf ein robustes Wirtschaftswachstum und steigende Unternehmensgewinne. Gleichzeitig warnte sie, dass die anhaltende US-Kerninflation die Federal Reserve auf einem restriktiven Kurs halten und einen stärkeren Dollar unterstützen könnte.
Der Ausblick unterstreicht eine wachsende Kluft zwischen widerstandsfähigen Risikoanlagen und zunehmend herausgeforderten Anleihemärkten, da Anleger eine stärkere Konjunkturdynamik gegen die Aussicht auf längerfristig höhere US-Zinsen abwägen. UBS Asset Management sagte, es gehe davon aus, dass das Gewinnwachstum die Aktien trotz möglicher Volatilitätsschübe aufgrund der geldpolitischen Unsicherheit weiterhin unterstützen werde.
In seinem jüngsten globalen Multi-Asset-Ausblick sagte das Unternehmen, dass ein sich verbessernder US-Arbeitsmarkt und eine zunehmende globale Produktionsaktivität weiterhin die Weltwirtschaft stützen. Während niedrigere Ölpreise voraussichtlich die Gesamtinflation dämpfen werden, wird erwartet, dass die zugrunde liegende US-Inflation erhöht bleibt, so dass weitere Zinserhöhungen der Fed auf dem Tisch bleiben.
„Wir bleiben in Aktien übergewichtet und bevorzugen Schwellenländer und Japan, wo unsere Frühindikatoren auf das stärkste Gewinnwachstum hinweisen. Angesichts des rasanten Gewinnwachstums ist es sinnvoll, das Engagement in KI-gebundenen Aktien beizubehalten, aber der zunehmende Andrang und die zunehmende Beteiligung an gehebelten Einzelaktien-ETFs unterstreichen die Notwendigkeit einer Diversifizierung“, sagte Evan Brown, Leiter Global Multi-Asset Strategy und Portfolio Management für Amerika und Asien bei UBS Asset Management.
Er fügte außerdem hinzu, dass Anleger angesichts der robusten Ertragsdynamik weiterhin in Aktien investieren sollten, die mit künstlicher Intelligenz zu tun haben, und gleichzeitig ihre Portfolios diversifizieren sollten, da die Positionierung zunehmend überfüllt wird und gehebelte Einzelaktien-ETFs an Beliebtheit gewinnen.
Im Hinblick auf festverzinsliche Wertpapiere sagte Brown, UBS Asset Management bleibe bei US-Staatsanleihen vorsichtig und erwarte, dass diese schlechter abschneiden als Aktien, da die Märkte zunehmend das Risiko weiterer Zinserhöhungen der Fed einpreisen. Das Unternehmen sieht stattdessen bessere Chancen bei britischen und australischen Staatsanleihen, wo sich das Wirtschaftswachstum verlangsamt.
Auch UBS Asset Management geht davon aus, dass der US-Dollar stark bleiben wird, und argumentiert, dass die Fed wahrscheinlich eine restriktivere Haltung beibehalten wird als andere große Zentralbanken, deren Straffungszyklen sich angesichts eines schwächeren Wachstums und einer stärker energiegetriebenen Inflationsdynamik voraussichtlich verlangsamen werden.
