Japans Interventionsrisiko steht wieder im Fokus, nachdem Premierminister Takaichi am Sonntag vor spekulativen Schritten gewarnt hat, nachdem es am späten Freitag zu einer heftigen Umkehr des Yen und Diskussionen über Zinskontrollen gekommen war.
Zusammenfassung:
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Der japanische Ministerpräsident Sanae Takaichi warnte die Beamten, dass sie bereit seien, gegen „spekulative und höchst abnormale“ Marktbewegungen vorzugehen, da der Yen schwächer werde und die Anleiherenditen steigen.
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Es folgen die Ausführungen Der Yen legte am späten Freitag stark zu, nachdem am Markt von einer Zinsprüfung durch die Federal Reserve die Rede warein Vorläufer einer tatsächlichen Devisenintervention, falls erforderlich.
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Der USD/JPY-Kurs kehrte sich heftig von über 159,20 auf unter 156,00 um, eine Bewegung der (abnehmenden) Liquidität am Freitag.
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Die Beamten scheinen von mündlichen Warnungen zu operativen Signalen überzugehen, was das Risiko von Interventionen in Sitzungen mit geringer Liquidität erhöht.
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Takaichis Kommentare vor dem Asienhandel am Montag verstärken die Erwartungen. Die japanischen Behörden bleiben in höchster Alarmbereitschaft hinsichtlich ungeordneter Yen-Bewegungen.
Japan hat seine warnende Rhetorik zum Yen verschärft und Premierminister Sanae Takaichi signalisierte seine Bereitschaft, gegen spekulative Marktbewegungen vorzugehen, da der Druck auf den Währungs- und Anleihemärkten zunimmt.
Während einer im Fernsehen übertragenen Debatte unter Parteiführern am Sonntag sagte Takaichi, dass die Behörden nicht zögern würden, auf „spekulative und höchst ungewöhnliche Bewegungen“ zu reagieren, auch wenn sie einräumte, dass die Marktpreisgestaltung selbst keine Frage der politischen Richtung sei. Obwohl sie sich weder explizit auf den Yen noch auf japanische Staatsanleihen bezog, lässt der Zeitpunkt ihrer Bemerkungen wenig Zweifel an dem beabsichtigten Ziel aufkommen.
Die Kommentare folgten einer dramatischen Umkehr des Yen am späten Freitag, nachdem Händler berichteten, dass die Federal Reserve Bank of New York Finanzinstitute kontaktiert hatte, um sich nach dem Wechselkurs des Yen zu erkundigen. Hierbei handelt es sich um eine „Kursprüfung“-Aktion, die eine Vorstufe zu einer tatsächlichen Intervention darstellt (es ist der nächste Schritt nach dem verbalen Gerede, das wir in den letzten Monaten erlebt haben), die folgen könnte, wenn der Yen weiter schwächelt. Der USD/JPY war nach der Entscheidung der Bank of Japan zuvor auf etwa 159,22 gestiegen, bevor er sich stark umkehrte und zum Handelsschluss auf die Mitte von 155 fiel.
Der Zeitpunkt am Ende der Woche sorgte für Aufsehen, da die geringe Liquidität am Freitag die Auswirkungen der offiziellen Signale verstärkte. Während direkte Interventionen noch nicht zu beobachten waren, wurde die Intervention der Fed weithin als Vorarbeit interpretiert, die koordinierten Maßnahmen vorausgehen kann, wenn Währungsbewegungen als übermäßig oder ungeordnet angesehen werden.
Marktteilnehmer haben seit langem darauf hingewiesen, dass an Feiertagen ausgedünnte Sitzungen angesichts der größeren Preisauswirkungen pro eingesetztem Dollar ein attraktives Zeitfenster für japanische Maßnahmen darstellen. Während ich mich auf den US-Feiertag am Montag (19. Januar) als potenziellen Krisenherd konzentriert hatte, bestätigt das Gerede über die Zinsprüfung am Freitag, dass die Beamten bereit sind, opportunistisch zu handeln, wenn die Liquidität nachlässt.
Da Takaichi nun seine Botschaft im Vorfeld des Asien-Pazifik-Handels am Montag bekräftigt, sind Händler zunehmend besorgt darüber, dass Japan von anhaltenden verbalen Streitereien zu greifbareren Marktoperationen übergeht, wenn sich die Yen-Schwäche weiter beschleunigt.
Es ist nicht üblich, dass sich der Premierminister mit verbalen Interventionen einmischt, aber angesichts des Wahlkampfs sind die Zeiten ungewöhnlich.

