Ethereum versucht, sich um die 2.000-Dollar-Marke zu stabilisieren, da der breitere Kryptomarkt erste Anzeichen einer Entspannung zeigt. Nach wochenlangem anhaltenden Druck hat die Preisbewegung ihren Rückgang gestoppt, aber die Stimmung bleibt fragil. Die jüngste Erholung hat dazu beigetragen, die unmittelbare Abwärtsdynamik abzuschwächen, doch die technische Struktur spiegelt immer noch einen Markt wider, der sich von erheblichen Schäden erholt, und nicht in einen bestätigten Aufwärtstrend eintritt.
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Laut einem CryptoQuant-Analysten erlebte Ethereum in den letzten Wochen einen schweren, durch Liquidationen verursachten Ausverkauf und fiel stark von lokalen Höchstständen nahe 3.300 $ auf Tiefststände um die 1.850 $-Region. Die Intensität dieser Bewegung wird besonders deutlich, wenn man das Net Taker Volume (gleitender 30-Tage-Durchschnitt) analysiert, eine Kennzahl, die die aggressive Marktorderaktivität misst. Im Februar fiel dieser Indikator auf den negativsten Wert seit November letzten Jahres, was die Dominanz aggressiver Verkäufer während des Rückgangs verdeutlichte.
Solche extrem negativen Werte spiegeln typischerweise eher eine panikgesteuerte Ausführung als eine geordnete Neupositionierung wider. Wenn das Abnehmervolumen stark auf die Verkaufsseite tendiert, deutet dies oft auf erzwungene Ausstiege, Stop-Outs und Kaskadierung hin Liquidationen über alle Derivatemärkte hinweg. Während der Versuch von Ethereum, die 2.000-Dollar-Marke zu halten, darauf hindeutet, dass der unmittelbare Verkaufsdruck nachlassen könnte, bestätigen die zugrunde liegenden Daten, dass der Markt kürzlich einen der intensivsten Anfälle von Abwärtsaggression seit Monaten verkraftet hat.
Net Taker Volume signalisiert Kapitulation – aber keine Bestätigung
Die Dominanz hoch aufragender roter Balken im Net Taker von Ethereum Volumen unterstreicht, wie aggressiv die Verkäufer die Auftragsbücher während des jüngsten Rückgangs kontrollierten. Wenn die Verkaufsaufträge der Abnehmer durchweg die Kaufaufträge der Abnehmer um ein solches Ausmaß übersteigen, spiegelt dies die Dringlichkeit wider. Dies ist keine passive Verteilung; Es sind Marktteilnehmer, die aggressiv und oft unter Stress Gebote abgeben. Die Kombination aus panikbedingten Ausstiegen, systematischer Short-Positionierung und erzwungenen Long-Liquidationen dürfte den Anstieg von 3.300 $ auf unter 1.900 $ verstärkt haben.
Bemerkenswert ist, dass die einzige aussagekräftige Ansammlung grüner Balken – die aggressive Käufe darstellen – Mitte Januar auftauchte und mit dem lokalen Höchststand von Ethereum bei 3.400 US-Dollar zusammenfiel. Dieser kurze Wiederanstieg der Nachfrage konnte nicht aufrechterhalten werden, woraufhin die Verkaufsdynamik wieder die Kontrolle erlangte. Strukturell deutet dieses Muster darauf hin, dass die Aufwärtsliquidität erschöpft war, bevor sich ein breiterer Entschuldungszyklus entfaltete.
Extrem negative Net Taker Volume-Werte gehen häufig mit Kapitulationsphasen einher. Historisch gesehen können solche Flushes Punkte der Erschöpfung markieren, da aggressive Verkäufer sich schließlich selbst erschöpfen. Eine Kapitulation allein bestätigt jedoch noch keine Umkehr. Damit ein Strukturwandel zustande kommt, muss sich das Ungleichgewicht normalisieren. Ein Rückgang der roten Balken, gefolgt von einer anhaltenden grünen Dominanz, würde eine erneute Überzeugung aggressiver Käufer signalisieren.
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Ethereum kämpft darum, 2.000 US-Dollar zurückzugewinnen, da der Abwärtstrend anhält
Trotz kurzer Stabilisierungsversuche nahe der 2.000-Dollar-Marke bleibt Ethereum strukturell schwach. Die Grafik zeigt eine klare Aufschlüsselung aus dem Bereich von 3.400 bis 3.600 US-Dollar zu Beginn dieses Jahres, gefolgt von einer Abfolge niedrigerer Hochs und niedrigerer Tiefs – eine lehrbuchmäßige Abwärtstrendformation. Der jüngste Aufschwung hat diese Struktur nicht verändert.

Der Preis wird derzeit unter den gleitenden 50-Tage-, 100-Tage- und 200-Tage-Durchschnitten gehandelt, die alle nach unten tendieren. Diese Ausrichtung bestätigt die rückläufige Dynamik über kurz-, mittel- und langfristige Zeithorizonte hinweg. Bemerkenswert ist, dass sich der 50-Tage-Durchschnitt beschleunigt hat, was eher auf anhaltenden Verkaufsdruck als auf ein vorübergehendes Liquiditätsvakuum zurückzuführen ist.
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Der starke Rückgang in Richtung der 1.850-Dollar-Zone ging mit einem deutlichen Anstieg des Volumens einher, was auf erzwungene Liquidationen und eine aggressive Verteilung hindeutet. Seitdem hat sich das Volumen während der Konsolidierung abgeschwächt, was darauf hindeutet, dass die Panik zwar nachgelassen hat, die Überzeugung der Käufer jedoch begrenzt bleibt.
Technisch gesehen fungieren 2.000 US-Dollar eher als psychologischer Dreh- und Angelpunkt als als bestätigte Unterstützung. Eine nachhaltige Bewegung über den 50-Tage-Durchschnitt wäre erforderlich, um eine Verbesserung der Dynamik zu signalisieren. Umgekehrt könnte das Abwärtsrisiko in Richtung tieferer Liquiditätstaschen erneut steigen, wenn es nicht gelingt, die aktuelle Spanne beizubehalten.
Ausgewähltes Bild von ChatGPT, Diagramm von TradingView.com

