Ein weiterer Ja-Sager von Trump mit „Experten“-Kommentaren zu seinem Krieg.
- US-Finanzminister Bessent sagt, wir wüssten, dass Iran die Straße von Hormus nicht vermint habe.
- Sagt, dass es nach dem Konflikt mittelfristig zu niedrigeren Ölpreisen kommen wird
- Er sagt, die Fed sei noch weit von einer Rückkehr zur quantitativen Lockerung entfernt
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US-Finanzminister Scott Bessent sagte, Washington gehe davon aus, dass der Iran die Straße von Hormus nicht vermint habe, und wies darauf hin, dass einige Schiffe trotz zunehmender Spannungen in der Region immer noch auf der strategischen Wasserstraße unterwegs seien. Tanker, darunter Schiffe unter iranischer und chinesischer Flagge, fuhren weiterhin durch die Meerenge, was darauf hindeutet, dass die Schifffahrtsroute physisch offen bleibt, auch wenn Angriffe auf Handelsschiffe die Handelsströme gestört haben.
Bessent hatte zuvor auch angedeutet, dass die Vereinigten Staaten eventuell Marineeskorten für die Handelsschifffahrt durch die Meerenge koordinieren könnten, sobald die militärischen Bedingungen dies zulassen. Ein solcher Schritt wäre wahrscheinlich mit internationalen Partnern verbunden und würde von der Schaffung einer größeren Luftüberlegenheit und einer Verschlechterung der Raketenfähigkeiten Irans in der Region abhängen.
Trotz der aktuellen geopolitischen Turbulenzen argumentierte Bessent, dass sich die globalen Ölmärkte mittelfristig letztendlich in einem Umfeld niedrigerer Preise einpendeln dürften, sobald der Konflikt nachlässt und sich die Versorgungsströme stabilisieren. Seine Kommentare spiegeln die Ansicht der US-Regierung wider, dass die Energiemärkte weiterhin strukturell gut versorgt sind und dass die mit dem Konflikt verbundenen vorübergehenden Störungen irgendwann nachlassen werden.
Gleichzeitig ging Bessent auf die geldpolitischen Erwartungen in den USA ein. Er sagte, die Federal Reserve sei noch weit von einer Rückkehr zur quantitativen Lockerung entfernt und signalisierte damit, dass die politischen Entscheidungsträger in absehbarer Zeit nicht über eine Wiederbelebung groß angelegter Wertpapierkäufe nachdenken. Die Bemerkungen bekräftigen die Ansicht, dass die Zentralbank beabsichtigt, sich auf konventionelle Instrumente statt auf die in früheren Krisen eingeführten Konjunkturmaßnahmen aus der Notstandszeit zu verlassen.
Bessent hat sich zuvor kritisch gegenüber der quantitativen Lockerung geäußert und argumentiert, dass längere Wertpapierkäufe die Finanzmärkte verzerren und die Vermögenspreise in die Höhe treiben können. Seine Kommentare deuten darauf hin, dass die Hürde für die Wiedereinführung der quantitativen Lockerung selbst bei einer Abschwächung der Wirtschaftslage sehr hoch wäre.
Insgesamt bieten die Bemerkungen des Finanzministers Einblicke in die Sichtweise Washingtons auf die Schnittstelle zwischen Geopolitik, Energiemärkten und Geldpolitik. Während der Konflikt mit dem Iran die Risiken für die globale Schifffahrt und die Ölströme erhöht hat, scheinen US-Beamte zuversichtlich zu sein, dass die Straße von Hormus nicht vermint ist und dass sich die Energiepreise längerfristig abschwächen werden, sobald die Spannungen nachlassen.

