Bert Colijn von ING weist darauf hin Eurozone Die Inflation ist von 1,9 % auf 2,5 % gestiegen, was ausschließlich auf höhere Energiepreise zurückzuführen ist, während die Kern- und Lebensmittelinflation weiter nachlässt. Er betont, dass der Nahostkonflikt derzeit die Inflationsaussichten dominiert, was das Risiko von Zweitrundeneffekten erhöht und die Bemühungen der Europäischen Zentralbank erschwert, die Erwartungen bei etwa 2 % zu halten.
Energiebedingter Anstieg verkompliziert EZB-Ausblick
„Verabschieden Sie sich vom guten Platz der EZB. Nach einer langen Zeit unheimlich stabiler Inflation trotz globaler Störungen ist die Inflation in der Eurozone dank des Anstiegs der Energiepreise erneut in die Höhe geschossen. Der Preis am Pumpe ist der Hauptschuldige, wobei ein Liter Euro-95 im vergangenen Monat um fast 15 % gestiegen ist.“
„Die anderen Hauptkategorien der Inflation zeigten bisher keine Auswirkungen. Die Lebensmittelinflation sank von 2,5 auf 2,4 % und die Kerninflation von 2,4 auf 2,3 %. Sowohl die Waren- als auch die Dienstleistungsinflation schwächte sich ab, was darauf hindeutet, dass die Preiseffekte außerhalb des Energiesektors recht harmlos waren.“
„Aber mit Blick auf die Zukunft kann man den Energiepreisanstieg nicht isoliert betrachten. Es geht nur um den Nahen Osten, der die Inflation dominiert.“ Ausblickund zwar nicht nur, wenn es um die Energiepreise geht, sondern rechnen auch mit einem Aufwärtsrisiko bei den Nahrungsmittel- und Warenpreisen angesichts der Düngemittelknappheit und breiteren Lieferkettenproblemen, die sich aus dem Krieg ergeben. So haben die Unternehmen der Industrie gerade ihre Verkaufspreiserwartungen auf den höchsten Stand seit Anfang 2023 angehoben.“
„Und die Verbraucher erwarten eine weitere harte Fahrt, da der vergangene Schock noch frisch in Erinnerung ist. Die Inflationserwartungen sind gerade auf ein Niveau gestiegen, das nur in den frühen 1990er Jahren und in der ersten Hälfte des Jahres 2022 zu beobachten war. Für die Europäische Zentralbank werden Bedenken hinsichtlich einer Verankerung der Inflationserwartungen bei rund 2 % zu diesem Zeitpunkt hohe Priorität haben.“
„Je länger die Störung anhält, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit eines breiteren Anstiegs der Gesamt- und Kerninflation. Angesichts der großen Unsicherheit über die Entwicklung des Nahostkonflikts bleiben viele Inflationsszenarien möglich, und deshalb ist die EZB zu Recht in höchster Alarmbereitschaft.“
(Dieser Artikel wurde mit Hilfe eines Tools für künstliche Intelligenz erstellt und von einem Redakteur überprüft.)

