- Bau-PMI 42,1
- Vor 48,0
Das ist eine schwierige Frage, da der deutsche Bausektor aufgrund der Folgen des Nahostkonflikts immer weiter in die Schrumpfungszone rutscht. Steigende Energiepreise führen zu einem höheren Preisdruck, was wiederum die Gesamtaktivität in diesem Monat belastet.
Der starke Rückgang der Gesamtaktivität zu Beginn des zweiten Quartals war vor allem auf den Wohnungssektor zurückzuführen, doch auch die gewerbliche Aktivität verzeichnete einen starken Rückgang. Unterdessen blieb die Bautätigkeit im Tiefbau im Monatsvergleich praktisch unverändert, ließ aber nach, nachdem in den letzten fünf Monaten ein Wachstum zu verzeichnen war.
Die neuesten Daten deuten auf eine nachhaltige Verschlechterung der Nachfragebedingungen im gesamten deutschen Bausektor hin. Und größtenteils sind die höheren Kosten dafür verantwortlich. Die Auftragseingänge gingen so schnell zurück wie seit über einem Jahr nicht mehr. Unternehmen meldeten einen Rückgang bei den Zuflüssen neuer Aufträge und begründeten dies mit der Zurückhaltung der Kunden, der schleppenden Wirtschaftslage und dem Preisdruck.
Bemerkenswert ist, dass die Inputkosteninflation nach ihrem größten Einzelmonatsanstieg in der Geschichte der Datenreihe im März erneut stark anstieg. Dieses Mal klettert der Anstieg auf den höchsten Stand seit Mai 2022. Denn der Nahostkonflikt führt zu höheren Preisen für Energie, Treibstoff und verschiedene Rohstoffe.

