Investing.com – Japanische Aktien verzeichneten im April eine starke Erholung, wobei die Marke die Marke von 60.000 durchbrach und den höchsten Stand seit Jahresbeginn erreichte. Laut Citi müssen Anleger jedoch keine Angst vor einer Wiederholung der technologiebedingten Korrektur des letzten Jahres haben.
Die Rallye konzentrierte sich stark auf KI- und Halbleiteraktien und trieb das Nikkei/Verhältnis auf ein Allzeithoch von 16,2.
Citi stellte fest, dass „der Anstieg des N/T-Verhältnisses im April fast ausschließlich auf eine Outperformance in den Sektoren Elektrogeräte sowie Information und Kommunikation zurückzuführen ist“, die eine hohe Gewichtung im Nikkei 225 aufweisen.
Eine ähnliche Dynamik soll sich im vergangenen September und Oktober abgespielt haben, als Hightech-Aktien im Zuge der Nikkei-Korrektur ab November eine Underperformance verzeichneten.
Diesmal hält Citi jedoch einen anderen Ausgang für wahrscheinlicher. „Im Gegensatz zum letzten November zeigt der High-Tech-Sektor kaum Anzeichen einer Überhitzung, was darauf hindeutet, dass das Risiko einer Korrektur nicht hoch ist“, schrieb die Bank.
Das Unternehmen verwies auf einen starken Anstieg der weltweiten Halbleiterverkäufe, einen MSCI Japan IT-Gewinnrevisionsindex, der über dem breiteren Markt liegt, und ein Kurs-Gewinn-Wachstumsverhältnis, das derzeit unter dem von TOPIX liegt, als Beweis dafür, dass die Bewertungen weiterhin angemessen sind.
Anstelle eines technologiebedingten Ausverkaufs geht Citi davon aus, dass sich das erhöhte Nikkei/TOPIX-Verhältnis durch eine Aufholjagd der Nachzügler-Aktien normalisieren wird.
Die Bank argumentierte, dass, wenn die Unsicherheit im Nahen Osten nachlasse, das Interesse der Anleger wahrscheinlich von High-Tech-Momentum-Titeln auf Sektoren wie Bau, Immobilien, Finanzen, Verteidigung und Energie ausgeweitet werde, die allesamt erhebliche TOPIX-Gewichtungen aufweisen.
Citi geht davon aus, dass dies eher zu einer allmählichen Neuausrichtung als zu einer scharfen Korrektur führen wird.

