Der Goldpreis (XAU/USD) wird während der frühen asiatischen Sitzung am Dienstag unverändert nahe 4.825 US-Dollar gehandelt. Der Edelmetallpreis stabilisiert sich angesichts der erneuten geopolitischen Instabilität im Nahen Osten.
Reuters berichtete am Montag, dass Iran erwägt, an Friedensgesprächen mit den Vereinigten Staaten (USA) in Pakistan teilzunehmen, nachdem Islamabad Schritte unternommen hatte, um eine US-Blockade der iranischen Häfen zu beenden. Dennoch betonten Beamte, dass keine Entscheidung getroffen worden sei, und der iranische Außenminister Abbas Araqchi sagte, dass „anhaltende Verstöße gegen den Waffenstillstand“ durch die USA ein großes Hindernis für die Fortsetzung des diplomatischen Prozesses seien.
Ein Scheitern der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran und eine erneute Blockade der Straße von Hormus haben die Ölpreise in die Höhe getrieben. Steigende Energiekosten schüren Inflationsängste und legen die Messlatte für Einsparungen höher Tarife. Gold wird häufig in Zeiten geopolitischer Unsicherheit eingesetzt, bringt jedoch keine Zinsen und ist daher bei hohen Zinssätzen weniger attraktiv.
Der US-Einzelhandelsumsatzbericht wird später am Dienstag das Highlight sein. Die Einzelhandelsumsätze werden im März voraussichtlich um 1,4 % gegenüber dem Vormonat steigen, verglichen mit 0,6 % im Februar. Sollte der Bericht jedoch eine schwächer als erwartete Inflation in den USA zeigen, könnte dies den US-Dollar (USD) belasten und den auf USD lautenden Rohstoffpreis stützen.
Gold-FAQs
Gold hat in der Geschichte der Menschheit eine Schlüsselrolle gespielt, da es häufig als Wertaufbewahrungsmittel und Tauschmittel genutzt wurde. Abgesehen von seinem Glanz und seiner Verwendung für Schmuck gilt das Edelmetall derzeit weithin als sicherer Hafen, was bedeutet, dass es in turbulenten Zeiten als gute Investition gilt. Gold gilt weithin auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen, da es nicht auf einen bestimmten Emittenten oder eine bestimmte Regierung angewiesen ist.
Zentralbanken sind die größten Goldbesitzer. In ihrem Ziel, ihre Währungen in turbulenten Zeiten zu stützen, neigen Zentralbanken dazu, ihre Reserven zu diversifizieren und Gold zu kaufen, um die wahrgenommene Stärke der Wirtschaft und der Währung zu verbessern. Hohe Goldreserven können eine Vertrauensquelle für die Zahlungsfähigkeit eines Landes sein. Laut Daten des World Gold Council haben die Zentralbanken ihre Reserven im Jahr 2022 um 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar erhöht. Dies ist der höchste jährliche Kauf seit Beginn der Aufzeichnungen. Zentralbanken aus Schwellenländern wie China, Indien und der Türkei erhöhen ihre Goldreserven rasch.
Gold weist eine umgekehrte Korrelation zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen auf, die sowohl wichtige Reserven als auch sichere Häfen darstellen. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis tendenziell, was es Anlegern und Zentralbanken ermöglicht, ihre Vermögenswerte in turbulenten Zeiten zu diversifizieren. Gold korreliert auch umgekehrt mit Risikoanlagen. Eine Rally am Aktienmarkt schwächt tendenziell den Goldpreis, während Ausverkäufe in risikoreicheren Märkten tendenziell das Edelmetall begünstigen.
Der Preis kann aufgrund einer Vielzahl von Faktoren schwanken. Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können aufgrund seines Status als sicherer Hafen schnell zu einer Eskalation des Goldpreises führen. Als ertragsloser Vermögenswert tendiert Gold dazu, bei niedrigeren Zinssätzen zu steigen, während höhere Geldkosten normalerweise das gelbe Metall belasten. Dennoch hängen die meisten Bewegungen davon ab, wie sich der US-Dollar (USD) verhält, wenn der Vermögenswert in Dollar (XAU/USD) bewertet wird. Ein starker Dollar tendiert dazu, den Goldpreis unter Kontrolle zu halten, während ein schwächerer Dollar den Goldpreis wahrscheinlich in die Höhe treiben wird.

