USD/JPY notiert am Freitag zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels bei rund 158,55, ein Plus von 0,11 % an diesem Tag, da das Paar seine Aufwärtsdynamik zum fünften Tag in Folge fortsetzt. Die Erholung des US-Dollars (USD), unterstützt durch höhere US-Renditen und die Erwartung einer strafferen Geldpolitik seitens der USA Federal Reserve (Fed) belastet weiterhin den japanischen Yen (JPY).
Die Anleger haben ihre Wetten auf eine mögliche Zinserhöhung der Fed in diesem Jahr erhöht, nachdem zuvor stärker als erwartete US-Inflationsdaten veröffentlicht wurden diese Woche. Die Inflation des Verbraucherpreisindex (VPI) der Vereinigten Staaten (US) beschleunigte sich im April gegenüber dem Vorjahr auf 3,8 % von zuvor 3,3 %, während der Erzeugerpreisindex (PPI) auf Jahresbasis um 6 % anstieg. Gleichzeitig stiegen die Einzelhandelsumsätze um 0,5 % gegenüber dem Vormonat, was die Widerstandsfähigkeit der US-Verbraucherausgaben bestätigt.
Diese Kombination aus soliden Daten ließ die Renditen von US-Staatsanleihen steigen, wobei die Benchmark-Rendite für 10-jährige Staatsanleihen den höchsten Stand seit fast einem Jahr erreichte. Die Deutsche Bank stellte fest, dass auch die kurzfristigen Renditen stiegen, wobei die Rendite zweijähriger Staatsanleihen wieder auf über 4 % stieg, was den Greenback weiter stützte.
Dem CME-FedWatch-Tool zufolge schätzen die Märkte derzeit eine Wahrscheinlichkeit von fast 40 % für mindestens eine Zinserhöhung vor Jahresende ein, verglichen mit weniger als 15 % eine Woche zuvor. Diese Verschiebung unterstützt weiterhin die Nachfrage nach dem US-Dollar und stützt den USD/JPY.
Auch der geopolitische Hintergrund kommt der US-Währung zugute. Anhaltende Spannungen im Nahen Osten, insbesondere im Zusammenhang mit den Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran und Risiken im Zusammenhang mit der Straße von Hormus, schüren weiterhin die Vorsicht am Markt. Unterdessen wurde das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping von den Anlegern als konstruktiv empfunden, was einige Bedenken hinsichtlich der Handelsspannungen zerstreute.
In Japan zeigten die neuesten Daten, dass der Erzeugerpreisindex im April gegenüber dem Vorjahr um 4,9 % gestiegen ist, was auf höhere Energie- und Importkosten zurückzuführen ist. Steigende Ölpreise belasten weiterhin die Wirtschaft Japans Ausblick aufgrund der starken Abhängigkeit des Landes von Energieimporten.
MUFG-Analysten glauben, dass steigende globale Renditen und höhere Ölpreise weiterhin den japanischen Yen untergraben und die Wirksamkeit früherer Interventionen des Finanzministeriums (MoF) verringern. Die Bank stellte außerdem fest, dass die japanischen Realrenditen weiterhin zu niedrig seien, um die Währung dauerhaft zu stützen.
Die Commerzbank argumentiert unterdessen, dass Deviseninterventionen allein ohne zusätzliche Zinserhöhungen der Bank of Japan (BoJ) nicht ausreichen werden, um den JPY zu stützen. Die Bank erinnerte daran, dass der relative Erfolg der Interventionen vom Juli 2024 mit einer geldpolitischen Straffung durch die japanische Zentralbank zusammenfiel.
Obwohl der USD/JPY seinen Anstieg über die Marke von 158,00 ausweitet, begrenzen Spekulationen über ein mögliches Eingreifen der japanischen Behörden weiterhin ein weiteres Aufwärtspotenzial des Paares.
Japanischer Yen-Preis heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des japanischen Yen (JPY) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Der japanische Yen war gegenüber dem neuseeländischen Dollar am stärksten.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0,36 % | 0,39 % | 0,10 % | 0,26 % | 0,97 % | 1,15 % | 0,37 % | |
| EUR | -0,36 % | 0,00 % | -0,26 % | -0,12 % | 0,61 % | 0,82 % | 0,00 % | |
| GBP | -0,39 % | -0,01 % | -0,28 % | -0,12 % | 0,60 % | 0,78 % | -0,00 % | |
| JPY | -0,10 % | 0,26 % | 0,28 % | 0,15 % | 0,85 % | 1,05 % | 0,26 % | |
| CAD | -0,26 % | 0,12 % | 0,12 % | -0,15 % | 0,69 % | 0,87 % | 0,11 % | |
| AUD | -0,97 % | -0,61 % | -0,60 % | -0,85 % | -0,69 % | 0,20 % | -0,60 % | |
| NZD | -1,15 % | -0,82 % | -0,78 % | -1,05 % | -0,87 % | -0,20 % | -0,79 % | |
| CHF | -0,37 % | -0,01 % | 0,00 % | -0,26 % | -0,11 % | 0,60 % | 0,79 % |
Die Heatmap zeigt prozentuale Veränderungen der wichtigsten Währungen untereinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Kurswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie beispielsweise den japanischen Yen aus der linken Spalte auswählen und entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar wechseln, entspricht die im Feld angezeigte prozentuale Änderung JPY (Basis)/USD (Kurs).

