Der US-Dollar-Index (DXY), der den Dollar gegenüber einem Korb aus sechs Hauptwährungen misst, setzt seine Rallye am Freitag fort und klettert auf den höchsten Stand seit dem 8. April, da die Anleger angesichts der restriktiven Haltung weiterhin den US-Dollar (USD) bevorzugen Federal Reserve (Fed)-Erwartungen und anhaltende geopolitische Unsicherheit im Zusammenhang mit den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran.
Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels liegt der DXY bei etwa 99,20, womit der Index auf dem Weg zu seinem ersten wöchentlichen Anstieg seit drei Wochen ist. Der Anstieg erfolgt, da Händler die US-Inflation neu bewerten Ausblick nach einem weiteren starken Anstieg sowohl der zuvor veröffentlichten Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) als auch zum Erzeugerpreisindex (PPI). diese WocheDies markiert den zweiten Monat in Folge mit einer Beschleunigung der Inflation im April.
Höhere Ölpreise im Zusammenhang mit den Spannungen im Nahen Osten bleiben ein wesentlicher Inflationstreiber. Nach den jüngsten Inflationsdaten haben Händler ihre Wetten erhöht, dass die Fed die Zinsen erhöhen könnte Tarife bis Ende des Jahres, wobei das CME FedWatch Tool eine Wahrscheinlichkeit von fast 50 % für eine Zinserhöhung bei der Dezembersitzung anzeigt.
Zunehmende Inflationsrisiken und strengere Erwartungen an die Geldpolitik lassen die Renditen von US-Staatsanleihen steigen, wobei sich die Benchmark-Rendite 10-jähriger Staatsanleihen in der Nähe von Einjahreshöchstständen bewegt und die Aufwärtsdynamik des US-Dollars unterstützt.
Zusätzliche Unterstützung erhält der Greenback auch durch ein positives Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, bei dem beide Staats- und Regierungschefs über Handel und stärkere Investitionsbeziehungen zwischen den beiden Ländern diskutierten.
Unterdessen bleibt die Nachfrage nach dem US-Dollar als sicherer Hafen bestehen, da die Unsicherheit über die Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran anhält und Präsident Donald Trump seine Drohungen wiederholt, die militärischen Aktionen wieder aufzunehmen, falls keine Einigung erzielt wird.
Technische Analyse:
Auf dem Tages-Chart setzt der Dollar-Index seine Erholung über seinen wichtigsten gleitenden Durchschnitten fort und verstärkt eine konstruktive kurzfristige Tendenz. Der 50-Tage-SMA (Simple Moving Average) bei 99,00 untermauert nun den Anstieg, während der 100-Tage-SMA bei 98,48 eine tiefere Ebene der Trendunterstützung bietet.
Die Momentumbedingungen unterstützen den Aufwärtstrend, da der Relative Strength Index (14) bei 58,67 weiter in den positiven Bereich vordringt und die Moving Average Convergence Divergence (MACD) über der Nulllinie deutlich positiver wird.
Auf der Oberseite liegt der anfängliche Widerstand bei 100,00, wobei ein Durchbruch dort die nächste Hürde bei 100,50 freilegt. Auf der anderen Seite bietet der 50-Tage-SMA bei 99,00 unmittelbare Unterstützung, vor dem 100-Tage-SMA bei 98,48; Ein tieferer Rückgang würde den horizontalen Boden nahe 97,75 als nächsten nennenswerten Nachfragebereich betrachten.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Fed-FAQs
Die Geldpolitik in den USA wird von der Federal Reserve (Fed) geprägt. Die Fed hat zwei Aufgaben: Preisstabilität zu erreichen und Vollbeschäftigung zu fördern. Ihr wichtigstes Instrument zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem 2-Prozent-Ziel der Fed liegt, werden die Zinssätze erhöht, wodurch die Kreditkosten in der gesamten Wirtschaft steigen. Dies führt zu einem stärkeren US-Dollar (USD), da es die USA zu einem attraktiveren Ort für internationale Investoren macht, ihr Geld zu parken. Wenn die Inflation unter 2 % fällt oder die Arbeitslosenquote zu hoch ist, kann die Fed die Zinssätze senken, um die Kreditaufnahme zu fördern, was den Greenback belastet.
Die Federal Reserve (Fed) hält acht geldpolitische Sitzungen pro Jahr ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die Wirtschaftslage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Am FOMC nehmen zwölf Fed-Beamte teil – die sieben Mitglieder des Gouverneursrats, der Präsident der Federal Reserve Bank of New York und vier der verbleibenden elf Präsidenten der regionalen Reserve Bank, deren Amtszeit abwechselnd ein Jahr beträgt.
In extremen Situationen kann die Federal Reserve auf eine Politik namens Quantitative Easing (QE) zurückgreifen. QE ist der Prozess, mit dem die Fed den Kreditfluss in einem festgefahrenen Finanzsystem erheblich erhöht. Dabei handelt es sich um eine nicht standardmäßige politische Maßnahme, die in Krisenzeiten oder bei extrem niedriger Inflation eingesetzt wird. Es war die Waffe der Wahl der Fed während der Großen Finanzkrise im Jahr 2008. Dabei druckt die Fed mehr Dollar und kauft damit erstklassige Anleihen von Finanzinstituten. QE schwächt normalerweise den US-Dollar.
Bei der quantitativen Straffung (QT) handelt es sich um den umgekehrten Prozess der quantitativen Lockerung, bei dem die Federal Reserve aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen, und das Kapital der Anleihen, die sie bei Fälligkeit hält, nicht in den Kauf neuer Anleihen reinvestiert. Normalerweise ist es positiv für den Wert des US-Dollars.

