Der US-Dollar ist zu Beginn der Woche gemischt, wobei EURUSD und GBPUSD steigen, während auch USDJPY leicht steigt. Im heutigen Video werfe ich einen Blick auf das technische Bild, das die Hauptpaare bestimmt.
Spoiler-Alarm: Der EURUSD ist zwischen seinen gleitenden 100-Stunden- und 200-Stunden-Durchschnitten gefangen, wodurch das Paar eine neutralere Handelsposition einnimmt, während Käufer und Verkäufer um die kurzfristige Kontrolle kämpfen.
Der USDJPY bleibt sowohl über dem steigenden gleitenden 100-Stunden-Durchschnitt bei 161,71 als auch dem wichtigen 40-Jahres-Hoch bei 161,95. Die Handelsspanne wird immer enger und bereitet einen möglichen Ausbruch vor. Wichtig ist, dass Verkäufer am Freitag ihre Chance hatten, als das Paar kurzzeitig unter den gleitenden 100-Stunden-Durchschnitt fiel, aber sie konnten die Abwärtsdynamik nicht aufrechterhalten.
Unterdessen drängen GBPUSD-Käufer nach oben und bringen das Paar zu Beginn der US-Sitzung wieder über seinen gleitenden 200-Stunden-Durchschnitt bei 1,3225. Das Erreichen und Bleiben über diesem Niveau würde die Tendenz stärker nach oben lenken und Händler dazu bringen, 1,3263 anzuvisieren, gefolgt vom 50 %-Retracement-Niveau und einem vorherigen Swing-Tief nahe 1,3300.
US-Aktien sind deutlich gestiegen. Am Wochenende kündigte Südkorea eine große Initiative an, um die Investitionen in Halbleiter, künstliche Intelligenz und Technologieinfrastruktur anzukurbeln. Das Programm zielt darauf ab, Halbleiterkapazitäten, KI-Rechenzentren und fortschrittliche Verpackungen zu erweitern und Unternehmen wie Samsung und SK Hynix zu unterstützen und gleichzeitig Südkoreas entscheidende Rolle in der globalen Lieferkette für KI-Speicher zu stärken.
Der positive Technologiehintergrund trägt zu Kursgewinnen bei den Aktien bei: Der Nasdaq stieg um 375 Punkte, der S&P 500 um 70 Punkte und der Dow Jones Industrial Average um 325 Punkte.
Auf dem US-Schuldenmarkt flacht die Zinsstrukturkurve ab, da die kurzfristigen Renditen steigen, während die längerfristigen Renditen uneinheitlich sind. Die 2-jährige Rendite ist um 1,0 Basispunkte auf 4,10 % gestiegen, die 10-jährige Rendite ist um 2,4 Basispunkte höher, während die 30-jährige Rendite um 0,6 Basispunkte gesunken ist.
Das Wochenende brachte auch erneute Spannungen im Nahen Osten mit sich, nachdem Iran für einen Angriff auf ein Handelsfrachtschiff in der Straße von Hormus verantwortlich gemacht wurde. Die Vereinigten Staaten reagierten mit begrenzten Vergeltungsschlägen auf iranische Militärziele in der Nähe der Meerenge, darunter Drohnen und maritime Einrichtungen. Der Austausch weckte kurzzeitig die Befürchtungen, dass der fragile Waffenstillstand zusammenbrechen und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus, den weltweit wichtigsten Energieengpass, stören könnte. Berichten zufolge ging der Schiffsverkehr stark zurück, da der Iran wieder die Kontrolle über die Schiffsbewegungen in der Region erlangte.
Trotz des militärischen Schlagabtauschs schienen sich beide Seiten am Ende des Wochenendes von einer größeren Konfrontation zurückzuziehen. US-Beamte sagten, Washington und Teheran hätten vereinbart, weitere Angriffe einzustellen und die Verhandlungen fortzusetzen, wobei die Freiheit der Schifffahrt durch die Meerenge weiterhin ein zentrales Thema sei. Das hat dazu beigetragen, die Auswirkungen auf den Markt zu begrenzen, aber die Situation bleibt äußerst fragil. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass die Diplomatie immer noch am Leben ist, aber der Angriff auf ein Frachtschiff und die Vergeltungsmaßnahmen der USA haben uns daran erinnert, wie schnell die Region von Verhandlungen wieder zu militärischen Aktionen übergehen kann.
In anderen Märkten ist Rohöl um etwa 0,60 US-Dollar auf 69,80 US-Dollar pro Barrel gestiegen. Gold ist um 38 USD oder 0,92 % auf 4.051 USD gefallen, während Silber um 0,87 USD oder 1,5 % auf 58,24 USD gefallen ist. Bitcoin hat sich wieder über die 60.000-Dollar-Marke erholt, nachdem es zu Beginn der Sitzung auf ein Tief von etwa 58.800 Dollar gefallen war, und wird derzeit bei etwa 60.600 Dollar gehandelt

