Eine Reuters-Umfrage am Freitag ergab, dass die Bank of Japan (BoJ) den mittleren Prognosen zufolge die Zinsen erhöhen wird Tarife auf 1,25 % im vierten Quartal (Q4) und 1,50 % im dritten Quartal 2027, unverändert gegenüber der April-Umfrage.
65 % der Ökonomen erwarten das BoJ den Leitzins im Juni auf 1,00 % anzuheben.
74 % der Ökonomen halten es für unwahrscheinlich, dass Währungseingriffe die Schwäche des japanischen Yen nachhaltig eindämmen werden.
72 % der Ökonomen sehen in einer anhaltenden Inflation ein größeres Risiko für die Wirtschaft als in einem Nachfragerückgang.
Marktreaktion
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Häufig gestellte Fragen zur Bank of Japan
Die Bank of Japan (BoJ) ist die japanische Zentralbank, die die Geldpolitik im Land festlegt. Ihr Auftrag besteht darin, Banknoten auszugeben und die Währungs- und Währungskontrolle durchzuführen, um die Preisstabilität zu gewährleisten, was ein Inflationsziel von etwa 2 % bedeutet.
Die Bank of Japan führte 2013 eine ultralockere Geldpolitik ein, um die Wirtschaft anzukurbeln und die Inflation in einem Umfeld niedriger Inflation anzukurbeln. Die Politik der Bank basiert auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE) oder dem Drucken von Banknoten zum Kauf von Vermögenswerten wie Staats- oder Unternehmensanleihen, um Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 verdoppelte die Bank ihre Strategie und lockerte ihre Politik weiter, indem sie zunächst Negativzinsen einführte und dann die Rendite ihrer 10-jährigen Staatsanleihen direkt kontrollierte. Im März 2024 hob die BoJ die Zinsen an und löste damit faktisch ihren ultralockeren geldpolitischen Kurs auf.
Die massiven Konjunkturmaßnahmen der Bank führten zu einer Abwertung des Yen gegenüber seinen wichtigsten Währungspartnern. Dieser Prozess verschärfte sich in den Jahren 2022 und 2023 aufgrund einer zunehmenden politischen Divergenz zwischen der Bank of Japan und anderen wichtigen Zentralbanken, die sich für eine starke Zinserhöhung entschieden, um die jahrzehntelange Inflation zu bekämpfen. Die Politik der BoJ führte zu einer Vergrößerung der Differenz zu anderen Währungen und drückte den Wert des Yen. Dieser Trend kehrte sich im Jahr 2024 teilweise um, als die BoJ beschloss, ihren ultralockeren politischen Kurs aufzugeben.
Ein schwächerer Yen und der Anstieg der globalen Energiepreise führten zu einem Anstieg der japanischen Inflation, die das 2 %-Ziel der BoJ übertraf. Auch die Aussicht auf steigende Gehälter im Land – ein wesentlicher Faktor für die Inflation – trug zu diesem Schritt bei.

