Trotz der schwierigen Situation im Nahen Osten verharren die wichtigsten amerikanischen Aktienindizes in der Nähe von Allzeithochs. Auch wenn die meisten Analysten eine baldige Rezession vorhersagen, scheinen Investoren, oder besser gesagt Spekulanten, dies zu ignorieren. Höhere Inflationswerte sollten die Zentralbanker dazu zwingen, die Zinsen zu erhöhen Tarifewas eine globale Rezession auslöste. Aber lassen Sie mich Ihnen die wichtigsten Anzeichen dafür zeigen, dass der Aktienmarkt überbewertet ist und kurz vor dem Platzen steht.
Buffett-Indikator
Die erste und wichtigste Möglichkeit, die Überbewertung des Aktienmarktes zu beurteilen, ist der Buffett-Indikator. Wie der Name schon sagt, wurde diese Kennzahl von Warren Buffett, der Investmentlegende, vorgeschlagen, um zu messen, wie viel der amerikanische Aktienmarkt im Verhältnis zur Wirtschaftsgröße des Landes wert ist BIP. Sie könnten es berechnen, indem Sie die Gesamtkapitalisierung des Aktienmarktes durch den US-BIP-Wert dividieren.
Ein solider Buffett-Indikatorwert sollte historisch gesehen bei etwa 100 % oder darunter liegen. Zwischen 70 und 80 % gelten im Allgemeinen als gute Investitionsmöglichkeit. Gleichzeitig deutet ein Wert nahe oder über 200 % auf eine erhebliche Überbewertung und damit auf ein hohes Risiko hin.
Im Moment blinkt der Buffett-Indikator deutlich rot.
Derzeit liegt die Quote bei über 220 %, einem kritischen Wert, der in der Vergangenheit großen Abschwüngen vorausging. Sogar während der Dot.com-Blase, als es einen echten High-Tech-Aktienboom gab, lag der Indikator bei etwa 150 % und damit niedriger als jetzt. Dies deutet auf ein großes Risiko hin. Aber es ist nicht das einzige Anzeichen für eine Überbewertung.
Das Shiller PE-Verhältnis
Ein weiterer nützlicher Indikator ist das Shiller PE-Verhältnis. Es vergleicht den durchschnittlichen Aktienkurs des S&P 500 mit dem 10-Jahres-Durchschnitt der inflationsbereinigten Gewinne. Die Berechnung erfolgt nach folgender Formel:

Das folgende Diagramm zeigt die Geschichte des Schillerschen Verhältnisses über einen Zeitraum von 100 Jahren.
Quelle: lynalden.com
Derzeit liegt dieses Verhältnis bei nahezu 40, ein Wert, der während der Dotcom-Manie Anfang der 2000er Jahre zu beobachten war. Das aktuelle Schiller-Verhältnis liegt sogar erheblich über dem in den „Goldenen Zwanzigern“, als es vor der Weltwirtschaftskrise zu einem irrationalen Börsenrausch kam. Die aktuelle Situation deutet offensichtlich darauf hin Aktie Überbewertung des Marktes.
Erfassen Sie das Engagement der Haushalte in Aktien
Das Aktienengagement der privaten Haushalte wird berechnet, indem der Marktwert der Aktien durch das Nettovermögen der US-Haushalte dividiert wird. Dieser Indikator misst das Interesse von Laien an Aktien, das derzeit ein Allzeithoch erreicht. Das Diagramm unten zeigt, dass dieser Indikator sogar die berühmte Ära der Dot.com-Blase übertrifft.
Quelle: Bloomberg
Die Tatsache, dass die Aktienallokationen der privaten Haushalte nahezu Allzeithochs erreichen, deutet darauf hin, dass wir kurz vor dem Ende des Bullenmarktes stehen. Das erinnert mich an die Anekdote vom Schuhputzer. Als Joseph Kennedy, der Vater von John Kennedy, 1929 die Straße entlang ging, beschloss er, seine Schuhe von einem Schuhputzer reinigen zu lassen. Der Schuhputzer begann ihm Tipps für die Aktienauswahl zu geben. Joseph Kennedy ging an die Börse, um seine Aktien loszuwerden. Dies geschah kurz vor dem dramatischen Ausverkauf am US-Aktienmarkt kurz vor der Weltwirtschaftskrise. Die Botschaft dieser Anekdote ist einfach: Es ist äußerst gefährlich, in eine Anlageklasse zu investieren, die bei Anlegern ohne besonderen Hintergrund überbeliebt ist. Etwas Ähnliches passiert jetzt tatsächlich, so scheint es mir. Das bringt uns zum nächsten Problem: Spekulanten kaufen extrem teure Aktien von Unternehmen mit schwachen Fundamentaldaten.
Hype
Das offensichtlichste Beispiel, mit dem wir heutzutage konfrontiert sind, sind KI-Unternehmen, in die häufig aufgrund des zukünftigen Wachstumspotenzials oder besser gesagt des Hypes investiert wird. Viele erwarten, dass einige dieser Unternehmen in Zukunft hervorragende Erträge erwirtschaften werden. Einige dieser Unternehmen sind derzeit jedoch nicht profitabel. Dennoch sind Anleger jetzt bereit, für ihre mögliche Zukunft zu zahlen. Daher erreichen die Bewertungen dieser Unternehmen Rekordniveaus. Dies ist das letzte Anzeichen dafür, dass eine Vermögensblase kurz vor dem Platzen steht, aber die entscheidende Frage bleibt: „Wann?“.

