
Investing.com – Die Bank of America stufte die Aktie am Montag von „Kaufen“ auf „Neutral“ herab und senkte ihr Kursziel von 94 Schweizer Franken auf 89, da die Bank einen zunehmenden Druck auf das nordamerikanische Heimtierbedarfsgeschäft des Unternehmens sowie einen nachlassenden Rückenwind durch niedrigere Kaffee- und Kakaokosten meldete.
Schmiegen In der Schweiz fielen die Aktien um 1,4 %.
Nordamerika für Heimtiere ist das größte Kategorie-/Regionssegment von Nestle und macht etwa 13 % des Gruppenumsatzes aus. Die Analysten der BofA unter der Leitung von Nicolas Ceron sagten, der Konzern habe Marktanteile sowohl bei Katzen- als auch bei Hundefutter verloren, wobei die Verluste bei Hundefutter strukturell zu sein scheinen. Die Verlagerung „spiegelt die Verlagerung der Verbraucher hin zu frischen Produkten wider“, die laut Analysten nun das gesamte Wachstum der Kategorie antreibt, obwohl sie nur 10 % des Marktes ausmacht.
Nach einer kürzlichen Markteinführung von Colgate „haben alle großen Heimtierprodukte-Konkurrenten außer Nestle ein neues Angebot“, stellten die Analysten fest. Die Bank schätzt, dass die Schließung dieser Lücke und die Anhebung des Volumenwachstums bei Heimtierprodukten von derzeit 2,5 % auf 3–4 % Investitionen in eine Kategorie mit deutlich höheren Lieferkettenkosten erfordern würden.
Laut BofA liegt die Marge von Freshpet, dem US-Marktführer für gekühlte Tiernahrung, 1.000 Basispunkte unter der von Nestle Petcare. In Nordamerika wird Hundefutter als klarer Schwachpunkt beschrieben, wobei das Volumen-/Mix-Wachstum nach Schätzungen der BofA derzeit bei minus 0,5 % liegt.
Um den Margendruck noch zu verstärken, sind die Kakao- und Kaffeepreise stark gestiegen, seit die BofA im April die Abdeckung von Nestle wieder aufgenommen hat, und zwar um 15 % für Kaffee und fast 70 % für Kakao. Bei den aktuellen Spotpreisen schätzt die Bank, dass sich der Rückenwind der Bruttomarge durch niedrigere Inputkosten in den Jahren 2026–27 auf etwa 240 Basispunkte verringert hat, verglichen mit etwa 370 Basispunkten im April.
Infolgedessen senkte die BofA ihre Prognose für die operative Marge für 2027 um 20 Basispunkte und senkte ihre EPS-Schätzungen für 2027–28 um 1 % bzw. 2 %.
Das Preisziel der Bank basiert auf einem Discounted-Cashflow-Modell, das einen unveränderten WACC von 3,9 %, aber eine verringerte langfristige Wachstumsrate von -1,0 % verwendet, was „geringeres Wachstumspotenzial bei NA Petcare“ widerspiegelt. Nestlé wird mit dem 14,6-fachen EV/EBIT von 2026 gehandelt, was einem Aufschlag von 3 % gegenüber europäischen Lebensmittel-/HPC-Konkurrenten entspricht, was laut Analysten eine ähnliche prognostizierte EBIT-Wachstumsrate bis 2028 „ziemlich widerspiegelt“.
