- Vorher 0,00 %
- SNB sieht Inflation 2026 bei 0,6% (bisher 0,5%)
- SNB sieht Inflation 2027 bei 0,6% (bisher 0,5%)
- SNB sieht Inflation 2028 bei 0,7% (bisher 0,6%)
- SNB sieht Wachstum 2026 bei 1% (bisher 1%)
- SNB sieht Wachstum 2027 bei 1,5 % (bisher 1,5 %)
- Die Bereitschaft, auf den Devisenmärkten einzugreifen, ist höher
- Der mittelfristige Inflationsdruck ist im Vergleich zur letzten geldpolitischen Lagebeurteilung nahezu unverändert
- Die Geldpolitik der SNB ist geeignet, die Inflation im Rahmen der Preisstabilität zu halten und unterstützt die wirtschaftliche Entwicklung
- Das Basisszenario bleibt mit großer Unsicherheit behaftet, vor allem weil die Lage im Nahen Osten weiterhin fragil ist
- Mittelfristig wird die erwartete Verbesserung der Weltwirtschaft für Wachstumsimpulse sorgen
- Das Hauptrisiko für die Konjunkturaussichten der Schweiz ist die Entwicklung der Weltwirtschaft. Insbesondere die Situation im Nahen Osten könnte sich erneut verschärfen und die globale Wirtschaftsaktivität stärker bremsen
- Vollständige Aussage Hier
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) beließ ihren Leitzins wie allgemein erwartet unverändert bei 0,00 % und bekräftigte damit ihre Zuversicht, dass die aktuellen geldpolitischen Rahmenbedingungen weiterhin ausreichen, um die Preisstabilität zu wahren und gleichzeitig flexibel auf externe Schocks reagieren zu können.
Die Zentralbank hat ihren Inflationsausblick über den Prognosezeitraum hinweg leicht angehoben, obwohl der Preisdruck weiterhin gedämpft bleibt. Die SNB geht nun davon aus, dass die Inflation im Jahr 2026 durchschnittlich 0,6 % betragen wird, was einer Steigerung gegenüber der vorherigen Prognose von 0,5 % entspricht, während die Prognosen für 2027 ebenfalls von 0,5 % auf 0,6 % angehoben wurden. Die Inflation für 2028 wird nun bei 0,7 % liegen, verglichen mit 0,6 % zuvor.
Trotz dieser Aufwärtskorrekturen betonten die politischen Entscheidungsträger, dass der mittelfristige Inflationsdruck gegenüber der vorherigen geldpolitischen Einschätzung praktisch unverändert sei. Die SNB sagte, ihr aktueller Kurs sei weiterhin angemessen, um die Inflation im Rahmen der Preisstabilität zu halten und die wirtschaftliche Entwicklung zu unterstützen.
Die Wachstumsprognosen blieben unverändert, was darauf hindeutet, dass die SNB die heimische Wirtschaft auf einem stabilen Kurs sieht. Das Schweizer BIP soll im Jahr 2026 um 1,0 % und im Jahr 2027 um 1,5 % wachsen, was früheren Schätzungen entspricht.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus der Entscheidung war die erneute Bestätigung der SNB, dass sie bereit sei, auf den Devisenmärkten zu handeln, wobei die politischen Entscheidungsträger betonten, dass ihre Bereitschaft, auf den Devisenmärkten einzugreifen, zugenommen habe. Dies unterstreicht die anhaltende Sensibilität der Zentralbank gegenüber der Stärke des Schweizer Frankens, der nach wie vor ein wichtiger Kanal ist, über den sich die importierte Desinflation verstärken könnte.
Die Zentralbank räumte ein, dass die globalen Bedingungen weiterhin äußerst unsicher seien. Die SNB stellte fest, dass ihr Basisszenario mit hoher Unsicherheit behaftet ist, insbesondere weil die Lage im Nahen Osten weiterhin fragil ist.
Während die politischen Entscheidungsträger nach wie vor davon ausgehen, dass sich das globale Wachstum mittelfristig positiv auf die exportorientierte Schweizer Wirtschaft auswirken wird, warnten sie, dass eine erneute Eskalation in der Region die globale Aktivität erheblich schwächen könnte.

