Laut einer neuen Analystennotiz von RBC signalisiert die Trump-Regierung eine deutliche Eskalation ihres Wirtschaftskriegs gegen Russland, einschließlich einer neuen Bereitschaft, ukrainische Angriffe auf russische Energieanlagen zu unterstützen.
RBC verwies auf jüngste Gespräche mit hochrangigen Vertretern der Trump-Regierung und sagte, man spüre in Washington „eine erhöhte Dringlichkeit“, den Geldfluss einzudämmen, der Russland einen „massiven Personalvorteil gegenüber der Ukraine“ verschaffen würde.
Diese Dringlichkeit wird Berichten zufolge durch „eindringliche Warnungen“ führender US-Militärexperten vorangetrieben. In der Mitteilung von RBC heißt es, dass diese Experten glauben, dass die russischen Truppen innerhalb eines Jahres bis zum Fluss Dnjepr vordringen könnten, „wenn sich die Dynamik der Kriegsfinanzierung nicht ändert“, und die Selenskyj-Regierung gezwungen wäre, „Kiew zu evakuieren“.
Als Reaktion darauf brachten Regierungsvertreter ihre Bereitschaft zum Ausdruck, nicht nur „stärkere Sanktionen gegen Öl zu verhängen“, sondern auch „die anhaltenden Angriffe der Ukraine auf russische Energieanlagen zu unterstützen“ – ein Schritt, der eine erhebliche und direkte Eskalation bedeuten würde.
RBC-Analysten gehen davon aus, dass der jüngste Rückgang der Ölpreise wahrscheinlich als „günstiger Zeitpunkt“ für das Weiße Haus angesehen wird, aggressivere Maßnahmen gegen russische Exporte zu ergreifen, da die Zwischenwahlen noch mehr als ein Jahr entfernt sind.
Die Bank weist jedoch auf das erhebliche Risiko dieser Strategie hin und weist darauf hin, dass alle neuen störenden Maßnahmen „damit einhergehen, dass die freien Kapazitäten der OPEC seit April kontinuierlich abgebaut werden“. Dies bedeutet, dass der Weltmarkt über einen deutlich verringerten Puffer verfügt, um einen größeren Schock der russischen Energieversorgung aufzufangen.
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Die primäre Marktauswirkung dieser Entwicklung ist ein deutlicher Anstieg der geopolitischen Risikoprämie für Rohöl. Aus der Mitteilung von RBC geht hervor, dass der Markt das Risiko einer größeren, absichtlichen Versorgungsunterbrechung unterschätzt. Während die jüngsten Preisrückgänge ein „Fenster“ für diese Maßnahme bieten, deutet die Warnung des Berichts, dass die Reservekapazitäten der OPEC „kontinuierlich abgebaut“ wurden, darauf hin, dass der Weltmarkt über einen minimalen Puffer verfügt, um den Verlust des russischen Angebots zu bewältigen. Händler müssen nun die erhöhte Wahrscheinlichkeit einkalkulieren, dass die ukrainischen Angriffe mit US-Hilfe erfolgreich sein werden, was dazu führen könnte, dass Millionen Barrel russisches Öl und russische Produkte vom Markt genommen werden, was möglicherweise zu einem Preisanstieg führt.

