Bitcoin (BTC) versucht, sich nach einem wackeligen Start in die Woche zu stabilisieren. Nachdem BTC am Sonntag kurzzeitig in Richtung des wichtigen Unterstützungsniveaus von 70.000 US-Dollar gefallen war, hat es sich seitdem wieder erholt und wird am Montag nun über 72.000 US-Dollar gehandelt.
Allerdings hängt der nächste Schritt möglicherweise weniger von der internen Kryptodynamik als vielmehr vom eskalierenden geopolitischen Hintergrund der Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran und den Ereignissen ab, die sich in den kommenden Tagen ereignen.
100.000 US-Dollar Bitcoin bis zum Jahresende
In einem neuen BerichtLaut Marktanalyst Sam Daodu hängt die Richtung von Bitcoin eng mit der Entwicklung des Konflikts zusammen. Anstatt auf ein einziges wahrscheinliches Ergebnis hinzuweisen, stellt Daodu drei Szenarien vor, von denen jedes unterschiedliche Auswirkungen auf die Ölpreise, die Anlegerstimmung und letztendlich die BTC-Preisentwicklung hat.
Verwandte Lektüre
In Daodus optimistischem Szenario würde ein vollständiges Friedensabkommen die Aussichten sowohl für die Geopolitik als auch für die Rohstoffe verändern. Er geht davon aus, dass die Ölpreise wieder auf das Vorkriegsniveau zurückgehen würden, etwa im Bereich von 65 bis 70 US-Dollar pro Barrel.
Daodu sagt, dass Bitcoin in diesem Fall bis zum Jahresende auf 100.000 US-Dollar steigen könnte, was einem Preisanstieg von 39 % gegenüber dem aktuellen Handelsniveau entsprechen würde.
Vereinbarungserwartungen vom 15. April
Das Basisszenario ist vorsichtiger und dreht sich darum, was um den 15. April herum passieren könnte. Daodus Ansicht ist, dass die Ölpreise wieder unter 95 US-Dollar fallen könnten, wenn die für diesen Zeitraum geplanten Gespräche zu einer neuen Vereinbarung führen, ähnlich wie es nach der Ankündigung des ersten Waffenstillstands letzte Woche geschah.
Daodu weist auch auf einen bestimmten Positionierungsfaktor hin: Berichten zufolge gibt es derzeit Short-Positionen im Wert von etwa 6 Milliarden US-Dollar zwischen 72.200 und 73.500 US-Dollar. Wenn die Ölpreise schnell fallen und sich die Risikostimmung schnell verbessert, könnten sich diese Short-Positionen auflösen und einen Engpass auslösen. Das könnte dazu beitragen, dass Bitcoin zwischen 75.000 und 80.000 US-Dollar steigt.
Bärenpfad für BTC
Das pessimistische Szenario geht davon aus, dass der Waffenstillstand scheitert – entweder weil er völlig auseinanderbricht oder weil er ohne ein praktikables Ergebnis ausläuft.
Daodu stellt fest, dass der zweiwöchige Waffenstillstand bereits unter Druck steht. Da die Gespräche gescheitert sind und eine Blockade angekündigt wurde, wird beschrieben, dass die Vereinbarung „am seidenen Faden hängt“.
Verwandte Lektüre
Sollten die Verhandlungen scheitern und der Ölpreis über 110 bis 120 US-Dollar steigen, würde Bitcoin laut Daodu wahrscheinlich die Unterstützungsmarke von 70.000 US-Dollar verlieren. Von da an könnte sich der Abwärtstrend beschleunigen, wobei BTC möglicherweise in Richtung 65.000 US-Dollar abrutscht. Sollte sich die Krise hinziehen, könnten die Preise weiter in Richtung 55.000 bis 60.000 US-Dollar fallen, fügt er hinzu.
Auch wenn diese drei Wege dargelegt sind, kommt Daodu zu dem Schluss, dass die Basisvorhersage derzeit das realistischste Ergebnis ist. Seiner Einschätzung nach dürfte Bitcoin in einer bestimmten Spanne bleiben, bis die nächste Gesprächsrunde etwas Greifbares hervorbringt.
Ausgewähltes Bild von OpenArt, Diagramm von TradingView.com

