Investing.com – Europäische Aktien fielen am Dienstag auf ein Wochentief, nachdem es zu einer weltweiten Tech-Krise gekommen war und Ängste vor „längerfristig höheren“ Zinssätzen der Federal Reserve Risikoanlagen belasteten.
Der gesamteuropäische Index fiel bis 09:45 GMT um 1 % auf den niedrigsten Stand seit über einer Woche, während der deutsche Index um 1,3 % sank. Frankreich und Italien gingen um 0,8 % bzw. 1,2 % zurück.
Londons fiel um 0,4 %. Die Märkte prüfen weiterhin die politischen Auswirkungen des Rücktritts von Premierminister Keir Starmer. Analysten stellten jedoch fest, dass die gedämpfte Reaktion die Marktakzeptanz des Spitzenreiters Andy Burnham zeigt.
Schwergewichtige Technologieaktien wie z. B. fielen um über 5 %, nachdem es über Nacht in Asien und an der Wall Street zu einem Tech-Einbruch kam.
Europäische Aktien haben sich von ihren Rekordhochs erholt, da die Anleger von den Schlagzeilen über den Frieden im Nahen Osten auf die inflationären Folgen eines dreimonatigen Konflikts umschwenken, der weiterhin weltweit nachhallt.
Die größte Sorge besteht darin, wie viel Schaden bereits in den Verbraucherpreisen steckt – und wie viele weitere Zinserhöhungen die Europäische Zentralbank möglicherweise noch vornehmen muss.
Die EZB hat in diesem Jahr einmal die Zinsen angehoben, und die Märkte bereiten sich auf einen weiteren Schritt in der zweiten Jahreshälfte vor. PMI-Daten zeigten, dass diese Befürchtungen vor dem Hintergrund stehen, dass die Aktivitäten im Privatsektor im dritten Monat zurückgegangen sind.
Präsidentin Christine Lagarde sagt, der Inflationsschock sei „groß, aber noch nicht groß genug“, um die längerfristigen Erwartungen zunichte zu machen. Sie betonte, es gebe keine Hinweise auf eine Entankerung oder Zweitrundeneffekte, die eine schärfere politische Reaktion rechtfertigen würden.
Die anfängliche Euphorie rund um das Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran wich schnell einer restriktiven Kehrtwende der Federal Reserve, was die globalen Märkte in eine gemischte Stimmung versetzte, während die Anleger darum kämpften, die Risiken einer Straffung durch die Fed neu einzupreisen. Dem FedWatch-Tool von CME zufolge preisen die Märkte nun zwei Zinserhöhungen der Fed ein, im Vergleich zu einer vor nur zwei Wochen.
Für europäische Aktien dürfte die Gewinnsaison der nächste Katalysator sein, da Analysten davor warnen, dass die Aktien trotz der hohen Niveaus bis zur Veröffentlichung der Unternehmensergebnisse in einer Warteschleife bleiben könnten.
Bei den einzelnen Aktien stiegen die Aktien nach der Ernennung von Rafa Oliverira zum CEO um fast 3 %.
fiel um 2,5 %, nachdem Citi seine Finanzprognosen herabgestuft und sein Kursziel gesenkt hatte.

