Bildquelle: Rolls-Royce plc
Rolls-Royce (LSE: RR)-Aktien hatten einen langsamen Start ins Jahr 2026 und sind bisher nur um etwa 5 % gestiegen. Aber der Luft-, Raumfahrt- und Verteidigungsriese hat möglicherweise noch einen weiteren Trick im Ärmel: kleine modulare Reaktoren (SMRs).
Während die Erholung der Luft- und Raumfahrtbranche bereits eingepreist ist, gibt es anderswo noch mehr Möglichkeiten?
Die Turnaround-Geschichte
Ich habe das außergewöhnliche Comeback von Rolls-Royce verfolgt. Von einem Aktienkurs von 70 Pence Ende 2022 stieg der Aktienpreis am 1. Juni auf 1.265,8 Pence – ein Plus von 1.614 %.
Das Unternehmen meldete im Jahr 2025 einen zugrunde liegenden Rekordbetriebsgewinn von 3,5 Mrd. £, ein Plus von 40 % gegenüber 2,5 Mrd. £ im Jahr 2024. Die Betriebsmarge verbesserte sich auf 17,3 % und erreichte damit ihr mittelfristiges Ziel drei Jahre früher als geplant.
Mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von rund 107,12 Milliarden Pfund ist es mittlerweile das fünftgrößte FTSE 100 Unternehmen. Aber wo es beim Wachstum Boden gut gemacht hat, hinkt es beim Einkommen hinterher. Es ist Ertrag bleibt mit nur 0,8 % niedrig, nachdem die Dividenden kürzlich im Jahr 2024 wieder eingeführt wurden.
Das könnte sich jedoch bald ändern.
Der SMR-Winkel
Die SMR-Perspektive von Rolls wird oft übersehen, da das Unternehmen in einer separaten Tochtergesellschaft angesiedelt ist und sich die Quartalsergebnisse auf den Umsatz aus der Luft- und Raumfahrt sowie der Verteidigung konzentrieren. Das führt dazu, dass Investoren oft den nuklearen Durchbruch verpassen.
Great British Energy hat Rolls-Royce SMR mit der Entwicklung und Lieferung der ersten drei SMRs Großbritanniens in Wylfa, Nordwales, beauftragt. Zur Unterstützung stellte der britische National Wealth Fund Darlehen in Höhe von bis zu 599 Millionen Pfund zur Verfügung.
Unterdessen unterzeichnete Rolls-Royce SMR im April einen Early Works-Vertrag mit der CEZ Group zur Lieferung von bis zu 3 GW in der Tschechischen Republik – dem einzigen Unternehmen mit mehreren vertraglichen Verpflichtungen in Europa.
Der weltweite SMR-Markt könnte bis 2050 ein Volumen von mehr als 500 Milliarden Pfund erreichen, wobei die erste Stromversorgung voraussichtlich Mitte der 2030er Jahre erfolgen wird.
Das heißt aber nicht, dass es risikofrei ist.
Nukleare Herausforderungen
Wie bei jeder neuen Technologie ist das Ausführungsrisiko ein zentrales Anliegen. Bei Nuklearprojekten besteht ein hohes Risiko, dass es zu Verzögerungen kommt. Beispielsweise dauerte die Fertigstellung von Hinkley Point C zehn Jahre und übertraf das Budget deutlich. Die Genehmigung des Generic Design Assessment (GDA) von Rolls wird erst im August dieses Jahres erwartet.
Ein zweites großes Risiko ist die Bewertung. Da ein Großteil des Aktienwachstums bereits eingepreist ist, impliziert das durchschnittliche 12-Monats-Analystenziel nur einen Anstieg von 10 %. Darüber hinaus macht die Luft- und Raumfahrtsparte immer noch 52 % des Umsatzes mit der Zivilluftfahrt aus, was unter einem Rückgang des Flugverkehrs leiden könnte.
Dennoch der Markt Bewertung spiegelt nicht die nukleare Option wider, die den Wert pro Aktie, sobald sie eingepreist ist, erheblich steigern könnte.
Dividendenwachstumspotenzial
Unter Berücksichtigung des SMR-Potenzials könnte Rolls-Royce bis 2035 Renditen von 4 % bis 5 % mit einer Stabilität ähnlich einem Versorgungsunternehmen bieten.
| Jahr | SMR-Status | Ost. Ertrag | Dividendenwachstum |
|---|---|---|---|
| 2026 | Vorbau | 0,8 % | 5 % |
| 2029 | Konstruktion | 1,5 % | 10 % |
| 2032 | Erster Reaktor | 2,5 % | 12 % |
| 2035 | 3 Reaktoren | 4–5 % | 10 % |
Die aufstrebende SMR-Sparte könnte sie für das nächste Jahrzehnt in ein Dividendenjuwel mit Versorgungscharakter verwandeln.
Letzte Gedanken
Es bleibt abzuwarten, ob Rolls-Royces nukleares Nebenprojekt ein voller Erfolg wird. Es sieht auf jeden Fall vielversprechend aus, könnte aber auf dem Weg auch auf jede Menge unvorhergesehene Hindernisse stoßen.
Eines ist jedoch sicher: Rolls ist jetzt eine 2-in-1-Aktie. Es handelt sich um eine Trendwende in der Luft- und Raumfahrt (bereits eingepreist) plus optionaler Option für den Atomstromversorger (langfristiges Dividendenpotenzial).
Für britische Anleger ist dies eine der besten Dividendenwachstumsaussichten im FTSE 100. Wenn Sie ein Altersvorsorgeportfolio im Rahmen einer ISA- und Self-Invested Personal Pension (SIPP) aufbauen, verdient dieser neue Blickwinkel einen genaueren Blick.
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Mark Hartley hält keine Positionen in den genannten Unternehmen.

