Die indische Rupie schwächte sich am Montag trotz offensichtlicher Interventionen der Reserve Bank of India (RBI) auf ein neues Rekordtief ab, was den anhaltenden Druck durch einen starken US-Dollar und ungünstige globale Finanzbedingungen unterstreicht.
Die Rupie fiel bis auf 90,56 pro Dollar, den schwächsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen, bevor sie einige Verluste ausgleichen konnte und bei etwa 90,52 notierte, was einem Tagesverlust von etwa 0,1 % entspricht. Händler sagten, die RBI sei wahrscheinlich aktiv am Markt und habe US-Dollar verkauft, um die Volatilität zu glätten und Verluste zu begrenzen, obwohl die Intervention wenig dazu beigetragen habe, den allgemeinen Trend umzukehren.
Marktteilnehmer sagten, dass die Nachfrage nach Dollar angesichts der stabilen US-Renditen und der anhaltenden globalen Risikoaversion, die die Währungen der Schwellenländer insgesamt belasteten, weiterhin stark blieb. Während die RBI konsequent daran gearbeitet hat, die übermäßige Volatilität der Rupie zu begrenzen, anstatt ein bestimmtes Niveau zu verteidigen, verdeutlicht der jüngste Schritt die Herausforderungen, vor denen die politischen Entscheidungsträger angesichts des zunehmenden Drucks von außen stehen.
Die Schwäche der Rupie spiegelt auch strukturelle Faktoren wider, darunter Indiens anhaltende Leistungsbilanzempfindlichkeit gegenüber höheren Energiepreisen und Kapitalflussvolatilität. Die Nachfrage der Importeure nach Dollar blieb stabil, während die Zuflüsse ausländischer Portfolios aufgrund der sich ändernden Erwartungen an die US-Geldpolitik ungleichmäßig ausfielen.
Die Intervention der RBI hat dazu beigetragen, das Tempo der Abwertung zu verlangsamen, aber Händler stellten fest, dass die Zentralbank offenbar eine schrittweise Anpassung des Wechselkurses zulässt, sofern die Bewegungen geordnet bleiben. Die Devisenreserven Indiens sind nach wie vor beträchtlich und geben der RBI Spielraum, sich gegen scharfe oder ungeordnete Bewegungen zu wehren, obwohl die Behörden signalisiert haben, dass sie es vorziehen, die Reserven zu konservieren, anstatt eine aggressive Verteidigung aufzubauen.
Mit Blick auf die Zukunft gehen Währungsstrategen davon aus, dass die Rupie wahrscheinlich weiterhin unter Druck bleiben wird, solange der Dollar durch längerfristig höhere US-Zinsen gestützt wird und die globalen Finanzbedingungen angespannt bleiben. Die kurzfristige Richtung wird von den bevorstehenden US-Daten, der globalen Risikostimmung und der Toleranz der RBI für eine weitere Abwertung auf psychologisch wichtige Niveaus abhängen.

