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Die Analyse der Anlagen mit der schlechtesten Wertentwicklung auf dem Markt kann gelegentlich fantastische Kandidaten aufdecken, die ich meiner Liste der „besten Aktien zum Kauf“ hinzufügen kann.
Denn wenn Investoren fliehen und in Panik geraten, können in Schwierigkeiten geratene Unternehmen am Ende zu hart bestraft werden, was lukrative Kaufgelegenheiten für langfristig orientierte Anleger schafft. Und wenn man sich die fünfjährige Leistung ansieht, Aston Martin Lagonda (LSE:AML)-Aktien fallen definitiv in die Kategorie mit der schlechtesten Wertentwicklung.
Zum Vergleich: Der Aktienkurs des Luxusautoherstellers ist von rund 725 Pence im April 2021 auf heute nur noch 45,8 Pence gesunken – eine Implosion um 93,7 %.
Was ist passiert? Und könnte es insgeheim zu den Aktien gehören, die man am besten kaufen kann, jetzt, wo sie nahe einem neuen 52-Wochen-Tief gehandelt werden?
Wie sind wir hierher gekommen?
Aston Martin lässt sich wahrscheinlich am besten als weltweit ikonische Marke mit einer chronisch kaputten Finanzstruktur beschreiben. Sein Untergang ist nicht auf eine einzige Katastrophe zurückzuführen, sondern auf eine Reihe sich verschärfender betrieblicher Fehler, die zu einer hohen Verschuldung des Unternehmens und einer extremen Verwässerung der langfristigen Aktionäre geführt haben.
Auch wenn die Nachfrage nach Luxusautos bei weitem nicht perfekt ist, bleibt sie relativ solide, sowohl bei den höherpreisigen Verbrauchermodellen wie dem Aston Martin DBX als auch bei wohlhabenderen Autoenthusiasten nach den Supersportwagen wie dem Valhalla. Das Problem liegt in der Versorgung.
Ständige Verzögerungen aufgrund interner Produktionskomplexität haben dazu geführt, dass Fahrzeuge das Werk viel langsamer verlassen als erwartet. Allerdings muss man dem Management gegenüber fairerweise sagen, dass die Herausforderungen nicht nur interner Natur waren.
Aston Martin litt in dieser Zeit unter ziemlich unerbittlichen externen Gegenwinden, darunter Zölle, steigende Inflation, Störungen auf den Handelsrouten und eine allgemeine Abschwächung des Luxusmarktes, die auch die Autoabsätze des Unternehmens stark belasteten, genau zu dem Zeitpunkt, als Aston Martin am meisten Wachstum brauchte, um seine Schulden unter Kontrolle zu bringen.
Allerdings beträgt die Marktkapitalisierung jetzt nur noch 472 Millionen Pfund gegenüber 1,26 Milliarden Pfund Einnahmequellestellt sich die Frage: Hat sich eine geheime Kaufgelegenheit ergeben?
Eine bevorstehende Erholung?
Trotz aller Herausforderungen, mit denen das Unternehmen weiterhin konfrontiert ist, könnten Anleger hier eine stichhaltige und überzeugende Trendwende vor sich haben.
Die Auslieferungen des lang erwarteten Supersportwagens Valhalla begannen offiziell im letzten Quartal des Jahres 2025, wobei das Management erwartet, dass sich die Auslieferungen im Laufe des Jahres 2026 beschleunigen werden.
Gleichzeitig wird durch operative Verbesserungen sowie einen günstigeren Umsatzmix Gewinnmargen Es wird erwartet, dass auch in diesem Jahr eine Erholung einsetzt. Mit den Worten der Führung:
„Es wird erwartet, dass sich die Bruttomarge auf hohe 30 % (GJ 2025: 29 %) verbessern wird, da wir von einer effizienteren Produktion, einem erweiterten Angebot an Kernmodellderivaten, einem ganzen Jahr an Valhalla-Auslieferungen und einem anhaltenden Fokus auf die Maximierung des Werts jedes verkauften Fahrzeugs profitieren werden.“.
Was sind also die Hauptrisiken, auf die Anleger achten müssen?
Was Sie sehen sollten
Die Marke Aston Martin bleibt Weltklasse. Aber wie bereits erwähnt, ist es auch weiterhin von schwachen Finanzwerten umgeben. Die Nettoverschuldungsquote der Gruppe liegt bei erstaunlich hohen 12,8 – das ist keine schwache Bilanz, sondern eine ernsthaft angeschlagene Bilanz.
Wenn das Unternehmen seine Margenziele für 2026 erreicht, könnte sich die Hebelwirkung tatsächlich wieder in die richtige Richtung bewegen. Und das könnte in den Augen der Anleger sogar den Weg für eine Neubewertung der Aston-Martin-Aktie ebnen. Aber wenn nicht, könnte den Aktionären erneut eine schmerzhafte Verwässerungsrunde bevorstehen.
Aus diesem Grund halte ich Aston Martin trotz des Turnaround-Potenzials nicht für eine der besten Aktien, die man zum Kauf in Betracht ziehen sollte. Zumindest noch nicht.
Es ist definitiv ein sehenswertes Unternehmen. Und wenn das Unternehmen deutliche und nachhaltige Anzeichen einer verbesserten Rentabilität zeigt, könnte es schnell zu einer attraktiveren Investition werden.

