Bildquelle: Rolls-Royce plc
In den letzten drei Jahren Rolls-Royce (LSE: RR.) hat sich von der Genesungsgeschichte zu einer der entwickelt FTSE 100‘s herausragende Künstler. Der Betriebsgewinn hat sich verfünffacht, die Margen haben ihre Ziele Jahre früher als geplant erreicht und das Unternehmen hat das größte Aktienrückkaufprogramm seiner Geschichte gestartet.
Ein Großteil dieser Fortschritte spiegelt sich bereits im Aktienkurs wider. Anleger könnten vernünftigerweise davon ausgehen, dass die leichten Gewinne nun erzielt wurden.
Doch CEO Tufan Erginbilgiç ist anderer Meinung. Im jüngsten Update argumentierte er, dass viele der bereits erzielten Verbesserungen noch nicht vollständig in die Cash-Generierung eingeflossen seien.
Wenn sich das als richtig erweist, könnte die nächste Phase für Rolls-Royce ganz anders aussehen als die Trendwende, die die Aktien in die Höhe getrieben hat.
Kommt am besten noch
Die Kernaussage der Ergebnisse des Geschäftsjahres 25 bezog sich weniger auf die Ergebnisse des Unternehmens. Stattdessen ging es um die Vorteile, die sich aus den Veränderungen der letzten drei Jahre noch ergeben.
Ein Schwerpunkt lag dabei auf den langfristigen Serviceverträgen (LTSAs) des Unternehmens. Diese Verträge generieren wiederkehrende Einnahmen aus der Wartung von Flugzeugtriebwerken nach deren Verkauf.
Laut Erginbilgiç tragen Verbesserungen dieser Verträge und betriebliche Änderungen dazu bei, dass die Motoren zwischen den Wartungsbesuchen länger in Betrieb bleiben. Es wird erwartet, dass diese Änderungen in den kommenden Jahren zu einer deutlich höheren Cash-Generierung führen werden. Wie er es ausdrückte: „Der Großteil der LTSA-Geldleistungen steht noch aus.„
Mit anderen Worten argumentiert er, dass ein Großteil des finanziellen Nutzens aus der Transformation noch nicht zum Tragen gekommen sei.
Hat der CEO Recht?
Auf den ersten Blick gibt es starke Beweise, die den Optimismus des CEO stützen. Das Betriebsergebnis des Konzerns hat sich seit 2022 etwa verfünffacht, während die Margen über alle Geschäftsbereiche hinweg auf 17,3 % gestiegen sind. Rückkehr zum Kopfl ist ebenfalls stark auf rund 19 % gestiegen, wobei das Management nun bis 2028 eine Steigerung auf 26 % anstrebt.
Entscheidend ist, dass sich die Cash-Generierung immer noch verbessert freier Cashflow deutlich steigen, da sich höhere Gewinne und ein Wachstum der LTSA-Verträge auf das Geschäft auswirken. Das neu angekündigte Rückkaufprogramm in Höhe von 7 bis 9 Milliarden Pfund für den Zeitraum 2026–28 stärkt die Zuversicht, dass diese Verbesserung kein Einzelfall ist.
Zusammengenommen deuten die Zahlen auf ein Unternehmen mit hoher Cash-Generierung hin.
Was könnte schief gehen?
Das Hauptrisiko besteht darin, dass ein Großteil dieses Optimismus bereits gut verstanden ist. Rolls-Royce-Aktien wurden in den letzten Jahren stark neu bewertet, und der Markt preist möglicherweise bereits einen erheblichen Teil der erwarteten Erholung des LTSA-Cashflows und der Margenausweitung ein.
Das schafft eine höhere Hürde für die Lieferung. Wenn Verbesserungen bei der Motorhaltbarkeit, den Wartungszyklen oder den Vertragslaufzeiten länger als erwartet zum Tragen kommen, könnte sich der Zeitpunkt der Cash-Generierung verzögern – selbst wenn die langfristige Richtung richtig bleibt.
Ebenso bleibt das Ausführungsrisiko bei mehreren Programmen bestehen, von der Leistung im zivilen Luft- und Raumfahrt-Ersatzteilmarkt bis hin zu neuen Wachstumsbereichen bei Energiesystemen.
Es besteht auch einfach das Risiko, dass die Erwartungen nach einem so starken Anstieg des Aktienkurses über die Fundamentaldaten hinausgegangen sind.
Fazit
Der Aktienkurs ist in letzter Zeit ins Stocken geraten, was darauf hindeuten könnte, dass die Stimmung bereits völlig überzogen ist.
Während die langfristige Entwicklung immer noch überzeugend erscheint, denke ich, dass sich ein Großteil des Optimismus nun in der Bewertung widerspiegelt. Aus diesem Grund halte ich es für eine Überlegung, die man in Betracht ziehen sollte – allerdings nur mit einer gewissen Vorsicht.
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Und im Moment gibt es laut Mark sechs herausragende Aktien, deren Kauf Anleger in Betracht ziehen sollten. Möchten Sie sehen, ob Rolls-Royce Plc es auf die Liste geschafft hat?
Andrew Mackie hält keine Positionen in den genannten Unternehmen.

