Investing.com – Wolfe Research stufte Crown Castle Inc. von „Outperform“ auf „Peer Perform“ herab und verwies auf schwächere langfristige Wachstumsaussichten aufgrund des Ausfalls der Leasingzahlungen von DISH Network und steigender Zinssätze.
Der Broker zog auch sein Kursziel von 94 US-Dollar im Rahmen einer festen Politik zurück, nachdem sich die Aktie diesem Niveau näherte, und notierte am 19. Mai bei 92,34 US-Dollar. Analysten sagten, die Anlagethese des Unternehmens habe sich seit ihrer bullischen Prognose im September 2025 deutlich abgeschwächt.
Wolfe gab zu, das Risiko eines Ausfalls des DISH-Mietvertrags unterschätzt zu haben, was die prognostizierten Gewinne und das nachhaltige Wachstumsprofil von Crown Castle nun deutlich reduziert hat. Das Unternehmen senkte seine AFFO-Schätzung für 2027 um rund 14 %, während das erwartete langfristige Wachstum von 6,9 % auf 5,4 % zurückging.
Analysten stellten fest, dass der Verlust der DISH-Einnahmen nicht nur die aktuellen Mieteinnahmen beeinträchtigte, sondern auch einen Beitrag zum jährlichen organischen Wachstum eliminierte. Infolgedessen sind die Bewertungskennzahlen von Crown Castle im Vergleich zu Mitbewerbern in den Bereichen Mobilfunkmasten, Rechenzentren und Net-Lease-REITs weniger attraktiv geworden.
In dem Bericht wurde hervorgehoben, dass Crown Castle kürzlich den Verkauf seines Glasfaser- und Kleinzellengeschäfts abgeschlossen hat, wobei der Erlös teilweise für den Schuldenabbau und Aktienrückkäufe in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar vorgesehen war. Wolfe warnte jedoch davor, dass die Rückkaufunterstützung für die Aktie mit der Zeit nachlassen könnte.
Mit Blick auf die Zukunft identifizierte das Unternehmen mehrere Katalysatoren, die die Aktie beeinflussen könnten, darunter laufende Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit nicht bezahlten DISH-Leasingverpflichtungen. Analysten sagten, dass eine günstige Einigung für deutliches Aufwärtspotenzial sorgen könnte, obwohl sie glauben, dass sich ein gewisser Optimismus bereits im Aktienkurs widerspiegeln könnte.
Der Bericht wies auch auf die wachsende Aufmerksamkeit der Investoren für SpaceX und sein Starlink-Satellitennetzwerk hin. Wolfe sagte, dass aktuelle Satellitensysteme weiterhin eine Ergänzung zu herkömmlichen Funkmasten seien, aber Verbesserungen in der zukünftigen Satellitentechnologie könnten letztendlich den Wettbewerb mit Anbietern terrestrischer Infrastruktur verschärfen.
Zu den wichtigsten Risiken gehörten höhere Zinssätze, technologische Störungen bei Mobilfunkmasten und die Unsicherheit hinsichtlich der Konsolidierung der Branche. Wolfe fügte hinzu, dass mögliche Privatisierungsabkommen mit anderen Mobilfunkbetreibern wie SBA Communications die Bewertungen im gesamten Sektor weiterhin stützen könnten.

