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Was für harte fünf Jahre das waren Greggs (LSE: GRG) Aktienkurs. Dies hat Ende 2021 Rekordhöhen erreicht FTSE 250 Die Aktie ist seitdem stark eingebrochen. Unterdessen erklimmt der Rest des Londoner Aktienmarkts neue Höchststände. Was ist also für Greggs und seine Aktionäre schief gelaufen?
Greggs macht das großartig
Greggs the Baker wurde 1939 von John Gregg in Newcastle upon Tyne gegründet. Nachdem 1951 das erste Geschäft in Gosforth eröffnet wurde, expandierte die Bäckereikette schnell. Heute ist Greggs eine der führenden „Food-to-go“-Ketten Großbritanniens mit über 2.600 Filialen im ganzen Land. Obwohl ich beispielsweise in einer kleinen Stadt in Hampshire lebe, gibt es in meiner Gegend drei Greggs-Läden.
Greggs verkauft eine große Auswahl an herzhaften Speisen (einschließlich der berühmten Wurstbrötchen, Steakaufläufe und veganen Wurstbrötchen) sowie Sandwiches und heiße und kalte Getränke. Wenn ich in Großbritannien unterwegs bin, bevorzuge ich oft das schnelle, erschwingliche und frische Essen, das Greggs anbietet, gegenüber den teureren Konkurrenten. Und da ich selbst aus dem Nordosten komme, freue ich mich, dieses Geordie-Unternehmen zu unterstützen.
Greggs-Aktien gingen im April 1984 an die Londoner Börse. Damals hatte das Unternehmen 260 Geschäfte und hatte einen Wert von 15 Millionen Pfund. Auf seinem Allzeithoch erreichte der Aktienkurs am 31. Dezember 2021 einen Höchststand von 3.443 Pence, wobei das Unternehmen einen Wert von fast 3,5 Milliarden Pfund hatte. Im Jahr 2022 übernahm der neue CEO Roisin Currie das Amt und leider ging es seitdem steil bergab.
Aktien brechen ein
Während ich dies schreibe, steht diese Aktie bei 1.512,5 Pence, was einem Wert der Gruppe von knapp über 1,5 Milliarden Pfund entspricht. Damit liegt der Aktienkurs um schockierende 56,1 % unter seinem Höchststand Ende 2021. Der Fairness halber muss man sagen, dass die Aktien am Donnerstag, dem 30. April, für 50 Pence pro Aktie ex Dividende verkauft wurden, was den heutigen Kursrückgang von 2,9 % erklärt.
Zur Erinnerung: Mein Familienportfolio besitzt Greggs-Aktien und zahlte letzten Juli 1.696,7 pa für unsere Beteiligung. Bisher sitzen wir auf einem Papierverlust von 10,9 %, das ist aber ausgeschlossen Dividenden. Und als Aktionäre erhalten wir am 29. Mai die oben genannte Dividende von 50 Pence pro Aktie. Anstatt dieses Geld auszugeben, werden wir es verwenden, um weitere Greggs-Aktien zu kaufen. Dies steigert unsere Beteiligung und auch unsere künftigen Erträge.
Was Greggs’ Probleme betrifft, so liegen vier Probleme außerhalb seiner Kontrolle. Erstens treibt die Krise der Lebenshaltungskosten die Inputkosten weiter in die Höhe und zwingt so zu Preiserhöhungen. Zweitens bremst der zunehmende Einsatz von GLP-1-Diätmedikamenten den Umsatz. Drittens schmälern höhere Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber die Gewinne. Viertens waren widrige Wetterbedingungen im Jahr 2025 ein Problem.
Erholungsspiel?
Für mich erscheinen Greggs-Aktien heute unterbewertet und ungeliebt. Die Aktie wird mit dem 12,7-Fachen der nachlaufenden Gewinne gehandelt und liefert eine Gewinnrendite von nahezu 7,9 %. Somit wird ihre großzügige Dividendenrendite von fast 4,6 % pro Jahr 1,7-mal durch historische Erträge gedeckt.
Natürlich, das FTSE 250 Die Aktie könnte sich eher als Wertfalle als als Erholungsspiel erweisen. Ich sehe jedoch, dass die Chancen für Ersteres tendieren – insbesondere, da die ehrgeizige Markteinführung der Gruppe weitergeht und das Umsatzwachstum zunimmt. Daher freue ich mich darauf, ruhig zu bleiben und auf das nächste Handelsupdate am 12. Mai zu warten!

