Die nationalen Inflationsdaten aus Japan für März 2026 sind fällig. Die vor drei Wochen veröffentlichten Verbraucherpreisdaten für März in Tokio bieten einen nützlichen ersten Einblick in die heute anstehenden landesweiten Zahlen. Die Gesamtinflation in der Hauptstadt lag im Jahresvergleich bei 1,4 % und ging damit von 1,5 % im Februar zurück und erreichte den niedrigsten Stand seit März 2022. Der Kernwert, ohne frische Lebensmittel, sank auf 1,7 %, lag damit unter den Markterwartungen und lag den zweiten Monat in Folge unter dem 2 %-Ziel der Bank of Japan.
Eine breitere zugrunde liegende Messgröße, die sowohl frische Lebensmittel als auch Energie ausschließt, ging ebenfalls zurück und fiel von 2,5 % im Vormonat auf 2,3 %. Auch wenn dieser Wert weiterhin über dem Ziel der BOJ liegt, deutet der Rückgang darauf hin, dass der Preisdruck im weiteren Sinne an Schwung verloren hat, was zum Teil auf die anhaltende dämpfende Wirkung staatlicher Stützungsmaßnahmen auf Energie- und Nahrungsmittelkosten zurückzuführen ist.
Diese Subventionen haben in den letzten Monaten bedeutende Arbeit geleistet und dazu beigetragen, die Gesamtinflation einzudämmen, auch wenn ein anhaltend schwacher Yen die Importkosten weiterhin in die Höhe treibt. Der Nettoeffekt bestand darin, dass das gemeldete Preiswachstum schwächer ausfiel, als der zugrunde liegende Druck in der Pipeline andernfalls vermuten ließe.
Es wird jedoch allgemein davon ausgegangen, dass der Abkühlungstrend nur von kurzer Dauer sein wird. Der erneute Aufwärtsdruck auf die Energiepreise im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt dürfte in Verbindung mit der anhaltenden Yen-Schwäche in den kommenden Monaten für eine erneute Inflationsdynamik sorgen. Es wird auch erwartet, dass die Stärkung der Lohndynamik mittelfristig eine dauerhaftere Grundlage für das Preiswachstum bilden wird, sodass die Zinserhöhungskalkulation der BOJ weiterhin Bestand hat.
Die Bank of Japan wird diese Daten aufmerksam beobachten. Bei der politischen Sitzung nächste Woche, wie ich früher gepostet:
Der Vorstand dürfte seine Inflationsprognosen deutlich nach oben korrigieren, da steigende Kosten für ölbezogene Rohstoffe einige Unternehmen bereits dazu veranlassen, über weitere Preiserhöhungen nachzudenken. Quellen, die angeblich mit der Denkweise der BOJ vertraut sind, deuten darauf hin, dass der Vorstand auch seine politischen Leitlinien anpassen und die aktuelle Zusage anpassen könnte, die Zinsen „im Einklang mit Wirtschafts- und Preisverbesserungen“ anzuheben, um seine Bereitschaft, angesichts kriegsbedingter Inflationsrisiken flexibel zu handeln, besser zum Ausdruck zu bringen.

