Gold (XAU/USD) beschleunigt seinen Abwärtstrend in der europäischen Sitzung am Montag und wird zum Zeitpunkt des Schreibens knapp unter 4.550 US-Dollar gehandelt, während die Bären die Tiefststände vom letzten Donnerstag anstreben, knapp über 4.500 US-Dollar. Der risikoscheue Markt hat angesichts der eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran dem sicheren Hafen US-Dollar zusätzliche Unterstützung gegeben und belastet die Edelmetalle.
US-Präsident Donald Trump kündigte am Montag einen Plan zur Freilassung blockierter Schiffe in der Straße von Hormus an, nannte jedoch keine Einzelheiten der Operation. Die iranischen Behörden bekräftigten, dass die kritische Wasserstraße gesperrt bleiben werde und dass jeder Einmarsch des US-Militärs in das Gebiet als Verstoß gegen den Waffenstillstand gewertet würde, und reagierten mit „voller Stärke“.
Technische Analyse: Bären streben den Bereich von 4.500 $ an
XAU/USD behält eine rückläufige kurzfristige Tendenz gegenüber den Höchstständen von Mitte April bei, wobei die technischen Indikatoren auf dem 4-Stunden-Chart die negative Einschätzung bestätigen. Ein schwächerer Relative Strength Index (RSI) nahe 36 und ein MACD-Wert (Moving Average Convergence Divergence), der in den negativen Bereich abrutscht, deuten darauf hin, dass die Abwärtsdynamik immer noch die Erholung dominiert.
Die Bären streben den Unterstützungsbereich zwischen dem Tief vom 29. April bei 4.510 US-Dollar und den Tiefstständen Ende März direkt unter 4.500 US-Dollar an. Weiter unten erweisen sich das Tief vom 26. März im Bereich von 4.350 US-Dollar und das Tief vom 23. März bei 4.100 US-Dollar als nächstes wahrscheinliches Ziel.
Aufwärtsversuche hingegen dürften beim Freitagshoch von 4.660 US-Dollar auf die Probe gestellt werden, noch vor den erwähnten Mitte-April-Hochs unter 4.900 US-Dollar.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Gold-FAQs
Gold hat in der Geschichte der Menschheit eine Schlüsselrolle gespielt, da es häufig als Wertaufbewahrungsmittel und Tauschmittel genutzt wurde. Abgesehen von seinem Glanz und seiner Verwendung für Schmuck gilt das Edelmetall derzeit weithin als sicherer Hafen, was bedeutet, dass es in turbulenten Zeiten als gute Investition gilt. Gold gilt weithin auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen, da es nicht auf einen bestimmten Emittenten oder eine bestimmte Regierung angewiesen ist.
Zentralbanken sind die größten Goldbesitzer. In ihrem Ziel, ihre Währungen in turbulenten Zeiten zu stützen, neigen Zentralbanken dazu, ihre Reserven zu diversifizieren und Gold zu kaufen, um die wahrgenommene Stärke der Wirtschaft und der Währung zu verbessern. Hohe Goldreserven können eine Vertrauensquelle für die Zahlungsfähigkeit eines Landes sein. Laut Daten des World Gold Council haben die Zentralbanken ihre Reserven im Jahr 2022 um 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar erhöht. Dies ist der höchste jährliche Kauf seit Beginn der Aufzeichnungen. Zentralbanken aus Schwellenländern wie China, Indien und der Türkei erhöhen rasch ihre Goldreserven.
Gold weist eine umgekehrte Korrelation zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen auf, die sowohl wichtige Reserven als auch sichere Häfen darstellen. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis tendenziell, was es Anlegern und Zentralbanken ermöglicht, ihre Vermögenswerte in turbulenten Zeiten zu diversifizieren. Gold korreliert auch umgekehrt mit Risikoanlagen. Eine Rally am Aktienmarkt schwächt tendenziell den Goldpreis, während Ausverkäufe in risikoreicheren Märkten tendenziell das Edelmetall begünstigen.
Der Preis kann aufgrund einer Vielzahl von Faktoren schwanken. Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können aufgrund seines Status als sicherer Hafen schnell zu einer Eskalation des Goldpreises führen. Als ertragsloser Vermögenswert tendiert Gold dazu, bei niedrigeren Zinssätzen zu steigen, während höhere Geldkosten normalerweise das gelbe Metall belasten. Dennoch hängen die meisten Bewegungen davon ab, wie sich der US-Dollar (USD) verhält, wenn der Vermögenswert in Dollar (XAU/USD) bewertet wird. Ein starker Dollar hält den Goldpreis tendenziell unter Kontrolle, wohingegen ein schwächerer Dollar den Goldpreis wahrscheinlich in die Höhe treiben wird.

