Kurzfristige Händler und langfristige Inhaber von XRP sind jetzt tiefer unter Wasser als jemals zuvor in der rund 12-jährigen Handelsgeschichte des Tokens. Entsprechend das Santiment-Updateist der 30-Tage-Marktwert zum realisierten Wert (MVRV) von XRP auf -45 % gesunken und der 365-Tage-MVRV liegt bei -47 %. Wenn beide Zeitrahmen kombiniert werden, sind die durchschnittlichen Renditen die niedrigsten, die XRP jemals verzeichnet hat.
MVRV misst den nicht realisierten Gewinn oder Verlust der Inhaber, indem es den aktuellen Marktpreis mit dem Durchschnittspreis vergleicht, zu dem die Münzen zuletzt bewegt wurden. Negative Werte signalisieren, dass sich ein großer Teil des Marktes in einer Verlustposition befindet. Auf diesen Ebenen deuten die Daten auf kapitulationsähnliche Zustände hin, in denen Angst und Frustration das Verhalten in der Kette dominieren. Santiment wies darauf hin, dass solch extreme Not in der Vergangenheit risikoarme Einstiegszonen für konträre Positionen markiert habe, auch wenn der Preis kurzfristig weiter sinken könne.
Risiko-Ertrags-Verhältnis ändert sich, wenn der maximale Schmerz einsetzt
Die 30-Tage- und 365-Tage-MVRV-Kennzahlen, die beide tief im Minus liegen, deuten darauf hin, dass die Abwärtsabsorption umfassend war. Händler, die im letzten Monat gekauft haben, erleiden durchschnittliche Verluste von 45 %, während diejenigen, die im letzten Jahr eingestiegen sind, 47 % im Minus haben. Der synchronisierte Schmerz über Kohorten hinweg tritt häufig in der Nähe lokaler Tiefpunkte auf. Die historischen Daten von Santiment deuten darauf hin, dass die besten Risiko-Ertrags-Konstellationen tendenziell dann auftreten, wenn die Stimmung der Masse und die On-Chain-Metriken eher maximalen Schmerz als Vertrauen signalisieren.
Dies garantiert keinen sofortigen Absprung. Der breitere Kryptomarkt steht weiterhin unter dem Druck regulatorischer Gegenwinde Banken drängen darauf, ein bahnbrechendes Krypto-Gesetz zum Scheitern zu bringen Nur wenige Tage vor einer Abstimmung im Senat. Eine solche makroökonomische Unsicherheit kann Risikoanlagen wie XRP länger unter Wasser halten. Aus statistischer Sicht macht die Höhe der nicht realisierten Verluste jedoch einen weiteren starken Rückgang des XRP unwahrscheinlicher, ohne dass es vorher zu einer endgültigen Auswaschung kommt.
Was bleibt ungewiss
Ein Risiko besteht darin, dass der MVRV über längere Zeiträume negativ bleiben kann, wenn es zu neuen Verkäufen kommt. Die Santiment-Notiz räumt ein, dass der Preis „noch etwas stärker sinken kann, wenn die Kryptomärkte weiterhin Probleme haben“. Ein extrem negativer MVRV ist eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für eine Umkehr. Der Zeitpunkt einer Erholungsrallye hängt von einer Veränderung der Marktstruktur ab – unter Druck geratene Short-Positionen, Börsenabflüsse oder der Funke eines Katalysators, der die Stimmung umkehrt.
Im Moment zeigen die Daten eine klare Aussage: Der durchschnittliche XRP-Inhaber erleidet historische Verluste, und in der Vergangenheit gingen solche Schmerzen starken Erholungen voraus. Die Frage ist, ob das Makrobild dieses Mal kooperieren wird.

