- Realzinsen weiterhin deutlich negativ; Die Geldpolitik bleibt nach der Erhöhung auf 0,75 % im Dezember akkommodierend
- Der natürliche Zinssatz liegt schätzungsweise zwischen -1 % und +0,5 %, die große Spanne erschwert eine präzise Politikkalibrierung
- Die Inflation der Lebensmittelpreise ist in erster Linie ein angebotsseitiger Schock, nicht nachfragegetrieben; erwartet im ersten Halbjahr 2026 eine Verlangsamung unter 2 %
- Die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft hat überraschend zugenommen; KI-bezogene Investitionen kommen japanischen Exporteuren und Subunternehmern in allen Regionen zugute
- Das Wachstum der Unternehmenskredite beschleunigt sich, die Finanzierungskosten der Unternehmen liegen deutlich unter den Kapitalrenditen; Keine Anzeichen von Kreditstress
- Wird die Zinssätze im Einklang mit der Wirtschafts- und Preisentwicklung weiter anheben; Geschwindigkeit abhängig von der Gesamtheit der eingehenden Daten
Die Hauptaussage ist, dass sich die Tarifangst vom letzten April als weniger schlimm herausstellte als befürchtet – vor allem, weil die US-Verbraucher nicht in der von allen erwarteten Weise unter Druck gesetzt wurden und die KI-Investitionen der Hyperscaler weiter zunahmen. Auch Japan profitiert von Spillover-Vorteilen, mit denen die BOJ im Oktober noch nicht gerechnet hatte. Die Produktionslücke beträgt ungefähr Null.
Zum Abschnitt „BIP-Lücke“ wies er darauf hin, dass der in der Tankan-Umfrage gemeldete Arbeitskräftemangel ein Ausmaß erreicht hat, das „seit der Ära der Blasenwirtschaft nicht mehr erreicht wurde“, insbesondere in nicht verarbeitenden Sektoren. Er kombinierte dies mit Gerätedaten und kam zu dem Schluss, dass die Versorgungskapazität „deutlich unter Druck“ sei.
Er wies auch darauf hin, dass sich die Auftragsbestände insbesondere im Baugewerbe und im Maschinenbau weiter häuften.
Anschließend wies er auf den Widerspruch hin, dass der Verbrauchervertrauensindex trotz dieser Engpässe „deutlich unter dem Niveau früherer Erholungsphasen“ bleibe und dass die regionalen Berichte der Bank of Japan die Bedingungen lediglich als „Anziehend“ oder „moderate Erholung“ und nicht als „expandierend“ charakterisieren.
Zum weiteren Ausblick erwähnte er, dass die BOJ davon ausgeht, dass „das Gefühl des Arbeitskräftemangels zunehmen wird, wenn sich die Wirtschaft weiter erholt“.
Die Rede ist größtenteils zurückhaltend, aber der letzte Teil ist besorgniserregend. Im Moment sind jedoch alle Augen auf den Iran gerichtet und der USD/JPY ist um 22 Pips auf 156,26 gestiegen.

