Das AUD/JPY-Paar verliert während der asiatischen Handelszeiten am Dienstag an Zugkraft und liegt bei etwa 113,20. Der japanische Yen (JPY) steigt gegenüber dem australischen Dollar (AUD) nach der Zinsentscheidung der Bank of Japan (BoJ). Die Aufmerksamkeit wird sich später am Tag auf die Zinsentscheidung der Reserve Bank of Australia (RBA) richten.
Wie allgemein erwartet, die BoJ Nach Abschluss der zweitägigen Sitzung zur Überprüfung der Geldpolitik am Dienstag beschloss die Zentralbank, den kurzfristigen Zinssatz von 0,75 % um 25 Basispunkte (bps) auf 1,0 % anzuheben. Die BoJ trifft eine Zinsentscheidung mit 7:1 Stimmen. Gemäß der Erklärung zur Geldpolitik werden die Vorstandsmitglieder den Leitzins als Reaktion auf die Entwicklung der Wirtschaftstätigkeit, der Preise und der finanziellen Bedingungen weiter erhöhen.
BoJ-Gouverneur Kazuo Uedader zur medizinischen Behandlung im Krankenhaus liegt, verpasste die Sitzung und stimmte nicht ab. Der stellvertretende Gouverneur Shinichi Uchida wird im Namen von Ueda um 06:30 GMT eine Pressekonferenz abhalten, um die politische Entscheidung zu erläutern.
An der australischen Front wird die RBA den offiziellen Leitzins (OCR) auf ihrer geldpolitischen Sitzung im Juni am Dienstag bei 4,35 % belassen, während die Geldmärkte ihre Wetten auf eine weitere Straffung zurückfahren. Dies wäre eine Pause nach drei aufeinanderfolgenden Zinserhöhungen um 25 Basispunkte Anfang des Jahres. Händler werden die Pressekonferenz genau verfolgen, um zu sehen, ob RBA Gouverneurin Michele Bullock signalisiert eine gewisse Beruhigung über den aktuellen Kurs oder hält die Tür für weitere Schritte offen, um dem hartnäckigen Preisdruck entgegenzuwirken.
Häufig gestellte Fragen zur Bank of Japan
Die Bank of Japan (BoJ) ist die japanische Zentralbank, die die Geldpolitik im Land festlegt. Ihr Auftrag besteht darin, Banknoten auszugeben und die Währungs- und Währungskontrolle durchzuführen, um die Preisstabilität zu gewährleisten, was ein Inflationsziel von etwa 2 % bedeutet.
Die Bank of Japan führte 2013 eine ultralockere Geldpolitik ein, um die Wirtschaft anzukurbeln und die Inflation in einem Umfeld niedriger Inflation anzukurbeln. Die Politik der Bank basiert auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE) oder dem Drucken von Banknoten zum Kauf von Vermögenswerten wie Staats- oder Unternehmensanleihen, um Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 verdoppelte die Bank ihre Strategie und lockerte ihre Politik weiter, indem sie zunächst Negativzinsen einführte und dann die Rendite ihrer 10-jährigen Staatsanleihen direkt kontrollierte. Im März 2024 hob die BoJ die Zinsen an und löste damit faktisch ihren ultralockeren geldpolitischen Kurs auf.
Die massiven Konjunkturmaßnahmen der Bank führten zu einer Abwertung des Yen gegenüber seinen wichtigsten Währungspartnern. Dieser Prozess verschärfte sich in den Jahren 2022 und 2023 aufgrund einer zunehmenden politischen Divergenz zwischen der Bank of Japan und anderen wichtigen Zentralbanken, die sich für eine starke Zinserhöhung entschieden, um die jahrzehntelange Inflation zu bekämpfen. Die Politik der BoJ führte zu einer Vergrößerung der Differenz zu anderen Währungen und drückte den Wert des Yen. Dieser Trend kehrte sich im Jahr 2024 teilweise um, als die BoJ beschloss, ihren ultralockeren politischen Kurs aufzugeben.
Ein schwächerer Yen und der Anstieg der globalen Energiepreise führten zu einem Anstieg der japanischen Inflation, die das 2 %-Ziel der BoJ übertraf. Auch die Aussicht auf steigende Gehälter im Land – ein wesentlicher Faktor für die Inflation – trug zu diesem Schritt bei.

