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Ist es eine einmalige Gelegenheit zum Kauf? Vistry (LSE: VTY) Aktien? Es ist 10 Jahre her, seit der Aktienkurs so günstig war. Tatsächlich sogar noch länger, da er mittlerweile auf den tiefsten Stand seit 14 Jahren gefallen ist. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund acht – eines der niedrigsten auf dem Markt FTSE 250. Der freie Fall ist ebenfalls sehr neu. Die Aktien verloren in diesem Monat an einem einzigen Tag 25 % an Wert. Angehende Anleger können jetzt Aktien zu einem Preisnachlass von 76 % erwerben, den sie im Jahr 2022 gezahlt hätten.
Auch wenn ein so starker Rückgang ein Warnsignal sein könnte, stellt sich hier natürlich die Frage, ob dies eine einmalige Gelegenheit ist, sich auf einem Tiefpunkt einzukaufen? Sind Vistry-Aktien ein spottbilliges Schnäppchen?
Änderungen
Eine wichtige erste Überlegung ist der Rest des Wohnungssektors. Wenn wir den Höchststand vergleichen, von dem aus Vistry um 76 % einbrach, sehen wir, dass auch andere Aktien gelitten haben. Andere britische Hausbauer wie Persimmon (minus 35 %), Taylor Wimpey (minus 45 %) und Barratt Redrow (minus 53 %) sind dem Gemetzel nicht entgangen.
Das Hauptproblem besteht darin, dass die Margen überall unter Druck geraten. Liefern Kosteninflation ist gestiegen, die Löhne wurden erhöht und Hypotheken werden teurer, da die Zinssätze voraussichtlich steigen werden. Damit sich in diesem notorisch zyklischen Sektor hier die Trendwende vollzieht, bräuchten wir wahrscheinlich einige Veränderungen.
Dass Vistry das Schlimmste von allen ist, liegt wahrscheinlich an der Art seiner Geschäftstätigkeit. Neben dem Bau und Verkauf von Häusern an die Öffentlichkeit werden die Fertigstellungen häufig mit Partnerschaften – lokalen Behörden oder Wohnungsbaugesellschaften usw. – vereinbart. Das kann in guten Zeiten Stabilität bedeuten, hat aber in letzter Zeit zu niedrigeren Margen und alarmierenden Gewinnwarnungen geführt.
Um das Ganze abzurunden, hat auch die Ankündigung seines Rücktritts durch den langjährigen CEO Greg Fitzgerald nicht gerade geholfen.
Kernpunkt
Was sind hier also die Gründe für Optimismus? Die herausragende Statistik ist sicherlich die Bewertung, a Kurs-Gewinn-Verhältnis von nur acht ist einer der niedrigsten im gesamten Land Londoner Börse. Das bedeutet, dass wir für den Preis jeder Aktie eine Menge Gewinn erzielen – ein Zeichen dafür, dass sich der Aktienkurs möglicherweise auf einem Tiefpunkt befindet.
Wie bereits erwähnt, ist der Wohnungsbau tendenziell zyklischer Natur. In den Boomjahren Anfang der 2010er-Jahre erlebten viele Hausbauer einen völligen Durchbruch. Der Aktienkurs von Vistry – damals bekannt als Bovis Homes – verdreifachte sich in weniger als fünf Jahren, ohne Dividenden überhaupt zu berücksichtigen. Der entscheidende Punkt ist vielleicht, dass sich die Anleger nach dem Crash von 2008 hätten einkaufen müssen.
Der Kauf einer starken Aktie zu einem Tiefpunkt wird sich an der Börse immer als erfolgreiche Strategie erweisen. Es ist nicht offensichtlich, dass Vistry heute eine dieser seltenen Kaufgelegenheiten sein wird, die man nur einmal im Jahrzehnt findet, aber es könnte durchaus sein. Ich denke, Investoren könnten darüber nachdenken.

