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Eine Self-Invested Personal Pension (SIPP) und ein Stocks and Shares ISA sind die beiden häufigsten Anlageformen im Vereinigten Königreich. Obwohl beide eine Mischung aus Aktien, Rohstoffen und Anleihen halten können, funktionieren sie sehr unterschiedlich. Der beste Ansatz ist also nicht für jeden derselbe.
Ein SIPP ist in der Regel das bessere Zuhause für langfristiges Geld, da Sie Steuererleichterungen auf Ihre Beiträge erhalten. Der Nachteil besteht jedoch darin, dass das Geld bis zum Rentenalter weggesperrt wird.
Ein ISA ist flexibler, da Sie jederzeit Geld abheben können und jegliches Wachstum steuerfrei ist.
Bitte beachten Sie, dass die steuerliche Behandlung von den individuellen Umständen jedes Kunden abhängt und sich in Zukunft ändern kann. Der Inhalt dieses Artikels dient ausschließlich Informationszwecken. Es handelt sich dabei weder um eine Steuerberatung, noch handelt es sich um eine solche. Es liegt in der Verantwortung der Leser, ihre eigene Due-Diligence-Prüfung durchzuführen und professionellen Rat einzuholen, bevor sie Anlageentscheidungen treffen.
In der Praxis nutzen viele Anleger beides: das SIPP, um zunächst in den Ruhestand zu gehen, und das ISA für kurzfristigere Ziele und einen einfachen Zugang. Achten Sie bei diesem Vorgehen jedoch darauf, nicht in die folgenden Pannen zu verfallen.
Häufige Fehler
Erstmalige SIPP-Investoren machen oft die gleichen Fehler. Sie jagen heiße Aktien, vergessen, dass Rentengelder einen langen Zeithorizont haben, oder bauen ein Portfolio auf, das zu riskant für ein „Set-and-Forget“-Konto ist.
Das ist wichtig, denn ein SIPP ist nicht der Ort für ständiges Basteln. Ziel ist es, eigene Investitionen zu erhalten, die man behalten kann Compoundierung über Jahre hinweg.
Einige Fehler, die neue SIPP-Investoren machen:
- Zu viel in eine Aktie oder einen Sektor stecken.
- Dividenden und Cashflow ignorieren.
- Es gelingt nicht, widerstandsfähige Unternehmen zu identifizieren.
- Sie unterschätzen ihren Investitionszeitraum.
Worauf Sie sich eigentlich konzentrieren möchten:
- Aktien mit verlässlicher Nachfrage.
- Solide Bilanzen.
- Eine lange Erfolgsgeschichte bei der Ausschüttung von Dividenden.
- Geringe Volatilität unter allen Marktbedingungen.
Aktien mit diesen Eigenschaften werden typischerweise als defensiv bezeichnet. Aber wie identifizieren wir sie?
Aktienauswahl
Der FTSE 100 verfügt über viele bekannte defensive Namen in Sektoren wie Versorger, Gesundheitswesen und Basiskonsumgüter.
Zu meinen Favoriten gehören:
- Tesco
- AstraZeneca
- Reckitt Benckiser
- Nationales Netz
- Unilever
Aber um eine bessere Vorstellung davon zu bekommen, wie man die Abwehrhaltung erkennt, verwende ich ein weniger bekanntes Beispiel: AEP-Plantagen (LSE: AEP).
Dieses mittelständische Palmölplantagenunternehmen ist in Indonesien und Malaysia tätig und liegt damit außerhalb der üblichen defensiven Sektoren Großbritanniens, was es etwas interessanter macht.
Den Zahlen zufolge sieht es robust aus. Das Unternehmen hat eine Marktkapitalisierung von etwa 684 Mio. £, einen Aktienkurs von 17,80 £ und die Aktien sind über fünf Jahre um 176,4 % gestiegen. Es bietet auch eine Dividende Ertrag von 3,7 %, kann auf eine 34-jährige ununterbrochene Dividendenbilanz zurückblicken und sein Cashflow deckt die Dividenden um das 3,6-Fache.
Ebenso wichtig ist die makellose Bilanz mit nahezu keinen Schulden und minimalen Verbindlichkeiten. Es erfüllt im Grunde alle defensiven Anforderungen.
Was ist also der Haken?
Defensiv oder nicht, jede Aktie birgt Risiken. Die Preise für Palmöl können schwanken, das Wetter kann die Produktion beeinträchtigen und Plantagenbetriebe sind Rohstoffschwankungen und Regulierungen ausgesetzt.
Auch wenn die langfristigen Gewinn- und Dividendenwachstumsaussichten ermutigend sind, handelt es sich nicht zu 100 % um eine rein defensive Aktie. Anleger sollten es eher als zyklisches Geschäft mit defensiven Qualitäten betrachten.
Für einen SIPP kann diese Art von Geschäft gut funktionieren, wenn Sie Einkommen, Widerstandsfähigkeit und etwas mehr Zinsen als eine einfache defensive Aktie wünschen.
Daher halte ich AEP Plantations für eine Überlegung wert, da es eine starke Dividendenbilanz, eine niedrige Verschuldung und eine langfristige Aktienkursdynamik mit einem leicht verständlichen Geschäftsmodell kombiniert.

