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Der BAE-Systeme (LSE: BA.) Der Aktienkurs ist innerhalb eines Monats um 17 % gefallen, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin ein mögliches Ende des Krieges in der Ukraine angedeutet hatte.
Die Nachricht hat die Anleger verunsichert, aber das Unternehmen sieht immer noch solide aus: Die Gewinne stiegen in den letzten fünf Jahren um 6,3 % pro Jahr – und übertrafen damit viele britische Blue-Chips.
Analystenmodelle deuten nun darauf hin, dass die Erträge von hier aus jährlich um etwa 12,13 % steigen könnten. Wenn sich das auch nur annähernd als richtig erweist, ist der jüngste Rückgang dann eine Chance, sich in ein langfristiges Verteidigungsschwergewicht zu 25 % unter dem fairen Wert einzukaufen?
Ein optimistischer Ausblick
Unter der Haube bewegt sich BAE immer noch in die richtige Richtung. In den jüngsten Ergebnissen konnte es folgende Erfolge vorweisen:
- Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 7,69 % von 26,31 Mrd. £ auf 28,34 Mrd. £.
- Der Gewinn stieg um 8,33 %, von 69 Pence auf 75 Pence pro Aktie.
- Das Management rechnet mit einem Umsatzwachstum von 7–9 %.
- Ein Rekordauftragsbestand und eine starke Nachfrage in den Bereichen Luft- und Schifffahrt sowie Elektronik.
Wenn die obere Zeile weiter wächst MArgins halten, könnten sich die heutigen Gewinnprognosen dennoch als konservativ erweisen.
Natürlich ist der anhaltende Konflikt in der Ukraine ein wesentlicher Treiber der Nachfrage. Nach Jahren der Unterinvestition hat die NATO ihre Ausgaben erhöht, wobei die europäischen Verteidigungshaushalte auf breiter Front weitgehend gestiegen sind.
Auf einem kürzlichen Gipfel wurde vereinbart, bis 2035 bis zu 3,5 % des BIP für die Kernverteidigung und weitere 1,5 % für Resilienzprojekte auszugeben.
Wie Charles Woodburn, CEO von BAE, es ausdrückte: „Der Trend geht eindeutig nach oben” für Verteidigungsausgaben.
Doch während dies die langfristige Nachfrage nach BAE unterstützt, gibt es auch eine große Herausforderung.
Negative Stimmung
Während der Krieg weiter tobt, nimmt verständlicherweise die negative Stimmung in Bezug auf Verteidigungsausgaben zu. Wir sehen einen zunehmenden Druck von Aktivisten, die Ausgaben für Waffenexporte zu reduzieren und auf eine friedliche Deeskalation zu drängen.
Das wäre für alle Beteiligten ein ideales Ergebnis, auch wenn es kurze Verluste bedeutet. Aber reicht es aus, um die Regierungen zu veranlassen, ihre Verteidigungshaushalte früher als erwartet zu kürzen – selbst nach den jüngsten Zusagen der NATO?
Sollte dies der Fall sein, besteht für BAE die Gefahr einer weiteren Phase volatiler Preisschwankungen.
Auch die Bewertung ist fraglich. Während die Aktie mithilfe eines Discounted-Cashflow-Modells schätzungsweise 25 % unter dem beizulegenden Zeitwert liegt, ist sie zukunftsorientiert Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)-Verhältnis liegt bei etwa 22,14. Das ist für einen Erwachsenen nicht gerade „billig“. FTSE 100 Name.
Ist es also wirklich die Wertchance, die es zu sein scheint – und überwiegen die potenziellen Vorteile die Risiken?
Mein Urteil?
Aus rein finanzieller Sicht sieht BAE immer noch in einer guten Verfassung aus. In diesem Sinne ist es für langfristige Anleger, die Verteidigungsausgaben trotz des ethischen Dilemmas unterstützen, immer noch eine Überlegung wert.
Strukturelle Faktoren wie höhere NATO-Budgets, Rekordauftragsbestände und Programme der nächsten Generation in Marine- und Raumfahrtsystemen deuten auf eine gute Ertragstransparenz im nächsten Jahrzehnt hin.
Aber die Aktien sind kein Notverkauf, und jede Umkehr der geopolitischen Spannungen oder die öffentliche Unterstützung für Verteidigungsausgaben könnte die Stimmung hart treffen. Für wertorientierte Anleger scheint dieser Rückgang eher ein potenziell attraktiver Einstiegspunkt als ein schreiendes Schnäppchen zu sein.
Die entscheidende Frage ist einfach: Fühlen Sie sich persönlich wohl dabei, eine Verteidigungsaktie zu besitzen, die politisch umstritten bleiben könnte, selbst wenn die Cashflows weiter steigen?
Mark Hartley hat Positionen bei BAE Systems inne.

