Das EUR/USD-Paar verteidigt die Marke von 1,1400 während der asiatischen Sitzung am Mittwoch, obwohl es aufgrund der erneuten Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran Schwierigkeiten hat, nennenswerte Käufer anzuziehen. Händler scheinen ebenfalls zögerlich zu sein und entscheiden sich dafür, das FOMC-Protokoll abzuwarten, um weitere Hinweise über den politischen Kurs der Federal Reserve (Fed) zu erhalten, bevor sie neue Richtungswetten abschließen.
Das US-Militär startete am Dienstag eine neue Angriffswelle gegen den Iran, nachdem es Berichte über Angriffe auf drei Öltanker in der Straße von Hormus gab, die den ohnehin schon fragilen Waffenstillstand gefährdeten. Händler haben die geopolitische Risikoprämie schnell eingepreist, da sie sich Sorgen über eine weitere Eskalation der Spannungen machten, die als Stütze des sicheren Hafens US-Dollar (USD) angesehen werden und als Gegenwind für das EUR/USD-Paar wirken.
Unterdessen versuchten die USA auch, ein wichtiges Zugeständnis zurückzuziehen, das dem Iran erlaubte, Öl auf internationalen Märkten zu verkaufen, was einen starken Anstieg der Rohölpreise und energiebedingte Inflationsängste auslöste. Dies erhöht die Markterwartungen, dass die Gefüttert wird das Interesse steigern Tarife mindestens einmal bis Ende dieses Jahres. Der Ausblick wiederum löst einen erneuten Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen aus, was als weiterer Faktor zur Unterstützung des Greenback angesehen wird.
Die USD-Bullen verzichten jedoch auf aggressive Wetten, da der Fokus des Marktes weiterhin auf der Veröffentlichung des Protokolls der FOMC-Sitzung vom 16.–17. Juni liegt, die später während der US-Sitzung fällig ist. Anleger werden nach weiteren Einblicken in die Geldpolitik der Fed suchen Ausblickwas wiederum eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung der kurzfristigen USD-Preisdynamik spielen und dem EUR/USD-Paar bedeutende Impulse verleihen wird.
Euro-FAQs
Der Euro ist die Währung der 20 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Er ist nach dem US-Dollar die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte es 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. EUR/USD ist das am häufigsten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus, gefolgt von EUR/JPY (4 %), EUR/GBP (3 %) und EUR/AUD (2 %).
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Reservebank der Eurozone. Die EZB legt die Zinssätze fest und verwaltet die Geldpolitik. Die Hauptaufgabe der EZB besteht darin, die Preisstabilität aufrechtzuerhalten, was bedeutet, entweder die Inflation zu kontrollieren oder das Wachstum anzukurbeln. Ihr wichtigstes Instrument ist die Erhöhung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze – oder die Erwartung höherer Zinssätze – kommen in der Regel dem Euro zugute und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in achtmal jährlich stattfindenden Sitzungen. Entscheidungen werden von den Leitern der Nationalbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter der Präsidentin der EZB, Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflationsdaten der Eurozone, gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), sind eine wichtige ökonometrische Kennzahl für den Euro. Steigt die Inflation stärker als erwartet, insbesondere wenn sie über dem EZB-Ziel von 2 % liegt, ist die EZB gezwungen, die Zinsen anzuheben, um sie wieder unter Kontrolle zu bringen. Relativ hohe Zinssätze im Vergleich zu seinen Gegenstücken kommen in der Regel dem Euro zugute, da sie die Region als Standort für globale Anleger, die ihr Geld anlegen möchten, attraktiver machen.
Datenveröffentlichungen messen die Gesundheit der Wirtschaft und können Auswirkungen auf den Euro haben. Indikatoren wie das BIP, PMIs für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungs- und Verbraucherstimmungsumfragen können alle die Richtung der einheitlichen Währung beeinflussen. Eine starke Wirtschaft ist gut für den Euro. Dies zieht nicht nur mehr ausländische Investitionen an, sondern könnte auch die EZB dazu ermutigen, die Zinssätze zu erhöhen, was den Euro direkt stärken wird. Andernfalls dürfte der Euro bei schwachen Wirtschaftsdaten fallen. Von besonderer Bedeutung sind die Wirtschaftsdaten der vier größten Volkswirtschaften der Eurozone (Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien), die 75 % der Wirtschaft der Eurozone ausmachen.
Eine weitere wichtige Datenveröffentlichung für den Euro ist die Handelsbilanz. Dieser Indikator misst die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes durch seine Exporte und den Ausgaben, die es für Importe in einem bestimmten Zeitraum ausgibt. Wenn ein Land begehrte Exportgüter produziert, wird seine Währung allein durch die zusätzliche Nachfrage ausländischer Käufer, die diese Waren kaufen möchten, an Wert gewinnen. Daher stärkt ein positiver Nettohandelssaldo eine Währung und umgekehrt gilt ein negativer Saldo.

