Der USD stieg kurzzeitig an, nachdem der US-Arbeitsmarktbericht besser als erwartet ausfiel, aber die breitere Marktreaktion ist seitdem eher risikopositiv als Dollar unterstützend. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 115.000 gegenüber den Erwartungen von 62.000, während die Arbeitslosenquote erwartungsgemäß stabil bei 4,3 % blieb. Der durchschnittliche Stundenlohn stieg im Monatsvergleich um 0,2 % und im Jahresvergleich um 3,6 % – ein gemischtes Ergebnis, das immer noch auf einen anhaltenden Lohninflationsdruck hindeutet, aber nicht ausreicht, um die Erwartungen der Fed wesentlich zu ändern. Unterdessen stieg die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 34,2 auf 34,3 Stunden, was dem Bericht ein weiteres bescheiden konstruktives Detail hinzufügt.
Insgesamt bestätigten die Daten die Ansicht, dass der Arbeitsmarkt robust bleibt, ohne die Federal Reserve zu einem aggressiveren politischen Kurs zu zwingen. Die Marktpreise tendieren offenbar zu der Vorstellung, dass die Fed geduldig bleiben kann, insbesondere wenn die geopolitischen Spannungen nachlassen und der energiebedingte Inflationsdruck nachzulassen beginnt. Aktien werden nach der Veröffentlichung höher gehandelt, während die Renditen von Staatsanleihen leicht niedriger sind, wobei die 2-Jahres-Rendite um 2,6 Basispunkte und die 10-Jahres-Rendite um 2,2 Basispunkte gesunken ist.
Blick auf die wichtigsten Währungspaare:
EURUSD:
Der EURUSD fiel auf eine Unterstützung in der Nähe von 1,1754 – dem zuvor genannten minimalen Abwärtsziel – und erholte sich dann wieder in Richtung des gestrigen Hochs in der Nähe von 1,1778. Das Paar bleibt in einer relativ engen Spanne gefangen, und die Händler warten auf den nächsten Richtungsdurchbruch. Auf der Oberseite würde eine Bewegung über 1,1784 und dann 1,17956 die Tür zu April-Höchstständen zwischen 1,1823 und 1,1836 öffnen, gefolgt von 1,1848. Auf der anderen Seite würde ein Durchbruch unter 1,1754 den Fokus auf die wichtige Gruppe des gleitenden Durchschnitts in der Nähe von 1,1728 (100-Stunden-MA), 1,1719 (200-Stunden-MA) und 1,17075 (100-Tage-MA) verlagern.
USDJPY:
Der USDJPY stieg nach dem Bericht und testete den gleitenden 100-Stunden-Durchschnitt bei 156,87, aber die Verkäufer lehnten sich gegen dieses Widerstandsniveau und zwangen das Paar wieder nach unten. Der Preis testet nun erneut den 50 %-Mittelpunkt der jüngsten Handelsspanne bei 156,50. Ein Durchbruch unter dieses Niveau würde den Verkäufern mehr Vertrauen geben und das Abwärtsdynamikpotenzial erhöhen. Auf der Oberseite würde eine Bewegung zurück über den gleitenden 100-Stunden-Durchschnitt zum Ziel haben, dass der gleitende 100-Tage-Durchschnitt bei 157,35 liegt.
GBPUSD:
Der GBPUSD hält sich weiterhin über dem wichtigen Swing-Bereich zwischen 1,3575 und 1,3602, sodass Käufer kurzfristig die Kontrolle behalten. Das nordamerikanische Sitzungstief erreichte 1,35977, bevor es wieder nach oben stieg. Das nächste Aufwärtsziel liegt gegenüber dem gestrigen Hoch bei 1,36317. Oberhalb dieses Niveaus werden Händler auf das Hoch vom Mittwoch bei 1,3643 achten, gefolgt vom Hoch der letzten Woche bei 1,36569.
USDCAD:
Der USDCAD steigt deutlich an, da stärkere US-Arbeitsmarktdaten in Kombination mit schwächeren kanadischen Beschäftigungszahlen das Paar stützen. Der Preis hat ein Swing-Level bei 1,3666 durchbrochen und nähert sich nun dem 38,2 %-Retracement des Rückgangs vom Hoch vom 31. März bei 1,3708. Zusätzlicher Widerstand liegt zwischen 1,37089 und 1,37149, während der gleitende 100-Tage-Durchschnitt nahe 1,37203 eine weitere wichtige technische Hürde bleibt, die Käufer überwinden müssten, um die bullische Tendenz weiter zu stärken.
USDCHF:
Der USDCHF stieg nach dem Bericht zunächst leicht an, kehrte aber seitdem nach unten um und handelte in der Nähe eines neuen Sitzungstiefs um 0,7771. Dieses Niveau repräsentiert auch das 61,8-prozentige Retracement der Handelsspannenrallye im Jahr 2026 vom Tief vom 28. Januar bis zum Hoch Anfang April. Gestern durchbrach das Paar kurzzeitig dieses Unterstützungsniveau, bevor es wieder nach oben kletterte und den gleitenden 100-Stunden-Durchschnitt während der Asien-Pazifik-Sitzung erneut testete. Die Verkäufer erlangten jedoch die Kontrolle zurück und drehten das Paar wieder nach unten. Technisch gesehen behalten die Verkäufer die Kontrolle, aber sie müssen die Dynamik unter dem Niveau von 0,7771 aufrechterhalten, um die rückläufige Tendenz zu verstärken.

