Peter Virovacz von ING weist darauf hin, dass sich die Inflation in Ungarn im April beschleunigte, im Vergleich zu den Erwartungen jedoch weiterhin eine positive Überraschung darstellte. Der Gesamtverbraucherpreisindex (VPI) lag bei 2,1 % im Jahresvergleich und 0,4 % im Monatsvergleich. Die Kerninflation und andere zugrunde liegende Messgrößen sehen immer noch günstig aus, was darauf hindeutet, dass die Zweitrundeneffekte begrenzt sind. Im Basisszenario von ING geht man davon aus, dass die Inflation bis zum Jahresende auf 4,0–4,5 % steigen wird und im Jahr 2026 durchschnittlich etwa 3,0–3,5 % betragen wird, wobei erhebliche Aufwärtsrisiken durch Geopolitik und Energie bestehen.
Inflationsaussichten und politische Implikationen
„Laut den neuesten Daten des Ungarischen Zentralamts für Statistik (HSCO) beschleunigte sich die Inflation im April weiter und entfernte sich deutlich von dem jahrzehntetiefsten Niveau vom Februar. Dennoch ist der jüngste Bericht eine klare positive Überraschung, da er etwas weniger Preisdruck impliziert, als der Marktkonsens befürchtet hatte. Die Verbraucherpreise waren im Jahresvergleich um 2,1 % höher, während das durchschnittliche Preisniveau im Monatsvergleich um 0,4 % stieg.“
„Die Kerninflationsrate, die um volatile Faktoren wie Änderungen der Kraftstoffpreise bereinigt wird, sieht immer noch gut aus. Dies deutet darauf hin, dass Zweitrundeneffekte noch nicht weit verbreitet sind. Die Beschleunigung auf 2,2 % im Jahresvergleich ist kein Wert, der Anlass zur Sorge geben sollte.“
„Unsere jüngste Schnellschätzung geht davon aus, dass die Inflation im Jahresvergleich im Sommer auf rund 3 % steigen und bis Jahresende laut unserem Basisszenario 4,0–4,5 % erreichen könnte. Daher ist das Tempo der Beschleunigung, obwohl die Inflation ausgehend von einem jahrzehntelangen Tiefststand ansteigt, immer noch einigermaßen begrenzt. Dies lässt Spielraum für eine Gesamtinflation von durchschnittlich etwa 3,0–3,5 % im Jahr 2026.“
„In diesem äußerst unsicheren Umfeld ist es unwahrscheinlich, dass die heutigen Inflationsdaten die Haltung der geldpolitischen Entscheidungsträger in naher Zukunft wesentlich ändern werden. Allerdings würden wir eine Zinssenkung oder -erhöhung später in diesem Jahr nicht ausschließen; die Richtung wird davon abhängen, wie sich die geopolitische Situation entwickelt und ob der ungarische Forint deutlich stärker werden kann. Gemäß unserem Basisszenario gehen wir davon aus, dass der Leitzins das ganze Jahr über bei 6,25 % bleiben wird.“
(Dieser Artikel wurde mit Hilfe eines Tools für künstliche Intelligenz erstellt und von einem Redakteur überprüft.)

