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Es ist kein Geheimnis, dass die Nvidia (NASDAQ:NVDA) Der Aktienkurs hängt stark von den Ausgaben für künstliche Intelligenz (KI) ab. Als Chiphersteller, der die meisten Rechenzentren betreibt, ist sein Schicksal eng mit dem Erfolg der Technologie verknüpft.
Aber wie gefährdet ist das größte Unternehmen der Welt, wenn 30–50 % der geplanten US-Data-Warehouses inzwischen verzögert oder eingestellt werden?
Abschätzung der Auswirkungen
Die Frage ist nun nicht nur, ob sich die KI-Blase abkühlt, sondern auch, wie viel Schaden das für die Wachstumsgeschichte von Nvidia anrichten könnte.
Positiv ist, dass das Geschäft immer noch auf Hochtouren läuft. Im Geschäftsjahr 2026 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 215,9 Milliarden US-Dollar, 65 % mehr als im Vorjahr. Allein der Umsatz mit Rechenzentren belief sich im letzten Quartal auf 62,3 Milliarden US-Dollar und machte über 90 % des Gesamtumsatzes aus. Das ist nicht nur Wachstum – es ist die Dominanz auf dem KI-Hardwaremarkt.
Auch die Gewinnmargen sind beeindruckend: Die Bruttomargen von Rechenzentren lagen in den letzten Quartalen bei über 70 %. Das Unternehmen generiert einen enormen freien Cashflow, den es in neue Chips, Lieferlinien und Partnerschaften reinvestieren kann. Das alles untermauert die aktuelle Bewertung.
Aber die Blase ist nicht das einzige Problem.
Preislich auf Erfolg ausgerichtet
Schon bevor die Rede von abgesagten Rechenzentren war, war der Aktienkurs von Nvidia bereits teuer. Die Aktie wird mit einem Trailing gehandelt Kurs-Gewinn-Verhältnis Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 38 und einer Marktkapitalisierung von rund 4,58 Billionen US-Dollar ist es das wertvollste Unternehmen der Welt.
Bei dieser Bewertung wird jedoch davon ausgegangen, dass die Nachfrage nach Rechenzentren weiter steigt und nicht stabilisiert oder sinkt. Wenn wie berichtet fast die Hälfte der geplanten US-Rechenzentren verzögert oder gestrichen wird, könnte dies die Wachstumserwartungen beeinträchtigen. Stromengpässe und Versorgungsengpässe, die durch den Widerstand vor Ort noch verstärkt werden, führen dazu, dass einige Projekte möglicherweise nie aus der Planungsphase kommen.
Zu den prominentesten Beispielen gehört die Erweiterung des Stargate-Projekts von OpenAI in Texas, das Berichten zufolge aufgrund hoher Kosten und begrenzter Nachfrage gestoppt wurde.
Bessere Optionen?
Angesichts der bereits stratosphärischen Bewertung und des Risikos langsamerer Ausgaben für Rechenzentren schwächt sich die Attraktivität von Nvidia ab. Ein starker Rückgang der Bestellungen oder Margen könnte dem Aktienkurs schaden, insbesondere wenn man bedenkt, wie viel Optimismus darin eingepreist ist.
Was sieht in den USA derzeit sonst noch attraktiv für Anleger aus, die sich von der KI abwenden möchten? S&P 500 Führungskräfte wie z Alphabet, Amazonas, Apfel Und Meta sind durch eine ähnliche KI-Exposition gefährdet. Sogar Supermarktriese Walmart ist im vergangenen Jahr stark auf KI angewiesen.
Aber es gibt eine US-Technologieaktie, die im Moment wenig Beachtung findet und attraktiv erscheint: Autodesk. Das Unternehmen ist bekannt für seine Konstruktionssoftware AutoCAD und entwickelt außerdem Software für den Maschinenbau, Transport, Industriemaschinen und digitale Medien.
Mit einem Eigenkapitalrendite (ROE) von 39,7 % und einem erwarteten KGV von 17,6 ist es sowohl hochprofitabel als auch unterbewertet. Der Preis ist im vergangenen Jahr um 15 % gesunken, aber der Umsatz ist um 17,8 % gestiegen und die durchschnittliche 12-Monats-Analystenprognose geht von einem Preisanstieg von 51,9 % aus.
Ich behaupte nicht, dass es das nächste Nvidia sein wird, aber da die KI-Blase überdehnt aussieht, ist es möglicherweise eine sicherere Option.
Letzte Gedanken
Für einen vorsichtigen Anleger lautet die Antwort nicht unbedingt Kaufen oder Verkaufen, sondern vielmehr eine kluge Allokation und Diversifizierung. Nvidia ist immer noch eine Überlegung wert, allerdings eher als Satellitenbeteiligung denn als Kernportfolio-Wahl.
In der Zwischenzeit können stabilere, weniger KI-gefährdete Optionen wie AutoDesk dazu beitragen, das Volatilitätsrisiko zu verringern.

