Südkorea zeigt sich besorgt über die Ausweitung der Devisenvolatilität
-
Die Behörden überwachen die Märkte genau
-
Globale politische Divergenz wird als Hauptrisiko genannt
-
Deviseninterventionen bleiben eine Option
-
RBI-Aktion unterstreicht regionales Playbook
Der südkoreanische Finanzminister hat seine Warnungen vor zunehmender Wechselkursvolatilität verschärft und damit einen erhöhten Alarmzustand signalisiert, da die Divergenz der globalen Geldpolitik weiterhin die lokalen Märkte belastet.
Nach einem Treffen mit dem Gouverneur der Bank of Korea, Rhee Chang-yong, und hochrangigen Finanzaufsichtsbehörden sagte Finanzminister Koo Yoon-cheol, die Behörden seien zunehmend besorgt über die Ausweitung der Wechselkursschwankungen und deren mögliche Auswirkung auf die allgemeine Finanzlage. Er fügte hinzu, dass die Regierung die Märkte rund um die Uhr beobachte und bereit sei, politische Maßnahmen zu ergreifen, wenn die Volatilität zu groß werde.
Die Kommentare kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Devisenmärkte in ganz Asien einem erneuten Druck aufgrund unterschiedlicher globaler Zinspfade ausgesetzt sind, insbesondere aufgrund des Kontrasts zwischen der immer noch restriktiven US-Politik und einer vorsichtigeren Haltung anderswo. Für Südkorea besteht das Risiko, dass starke Schwankungen des Won den importierten Inflationsdruck verstärken oder das Anlegervertrauen an einem sensiblen Punkt des Inlandszyklus untergraben könnten.
Obwohl Koo keine konkreten Maßnahmen nannte, lässt die Formulierung die Tür für eine verstärkte Koordinierung mit der Bank of Korea offen, einschließlich der Möglichkeit direkter oder indirekter Interventionen. Der Ansatz würde die jüngsten Entwicklungen in Indien widerspiegeln, wo die Reserve Bank of India diese Woche schnell reagierte, um die Volatilität der Rupie angesichts des globalen Devisendrucks zu glätten, was die Präferenz der Region für die Verhinderung ungeordneter Bewegungen gegenüber der Toleranz gegenüber starken Währungsschwankungen bekräftigte.
Die Intervention der Reserve Bank of India gestern brachte den USD/INR ins Trudeln, doch es kam zu einer Erholung von etwa 50 %:
Im Fall Südkoreas hat das Finanzministerium in der Vergangenheit die Führung in der Devisenpolitik übernommen, wobei die Zentralbank eine unterstützende operative Rolle spielte. Dieser Rahmen lässt darauf schließen, dass jede anhaltende Schwächephase offizielle Maßnahmen auf Geheiß des Finanzministeriums auslösen könnte, insbesondere wenn die Maßnahmen als spekulativ angesehen werden oder nicht mit den Fundamentaldaten in Zusammenhang stehen.
Im Moment scheinen sich die Beamten darauf zu konzentrieren, Wachsamkeit zu signalisieren und nicht auf sofortiges Handeln. Die Betonung der globalen politischen Divergenz unterstreicht jedoch die Empfindlichkeit gegenüber externen Schocks, insbesondere da die Märkte den Zeitpunkt und das Ausmaß künftiger Zinssenkungen in den USA neu bewerten. Wie auch anderswo in Asien zeigt sich, dass die Behörden immer weniger bereit sind, starke Währungsbewegungen zuzulassen, um die Volatilität in allen Anlageklassen anzuheizen, sodass die Stabilität der Wechselkurse kurzfristig zu einer wichtigen politischen Priorität wird.

