Der USD erholte sich gegenüber allen wichtigen Währungen deutlich, nachdem er gestern ein Zehn-Wochen-Tief erreicht hatte. Gold und die Rohölpreise erfuhren einen leichten Anstieg, nachdem die USA den Druck auf Venezuela verstärkt hatten. Präsident Donald Trump ordnete eine vollständige Blockade aller sanktionierten Öltanker an, die nach Venezuela ein- und auslaufen. Die globalen Aktien- und Anleihemärkte sind stabil, berichten die Analysten von BBH FX.
Öl und Gold erhalten durch die Blockade Venezuelas bescheidenen Auftrieb
„Der Aufschwung des US-Dollars ähnelt eher einer technischen Erholungsrallye. Die Fundamentaldaten sprechen immer noch für einen niedrigeren US-Dollar. Das FOMC hat in den nächsten zwölf Monaten Spielraum, um die in den Fed-Fonds-Futures eingepreisten 50 Basispunkte der Lockerung umzusetzen, da die Arbeitsnachfrage in den USA schwach ist und die Aufwärtsrisiken für die Inflation nicht bestehen.
„Ein langsameres Lohnwachstum deutet auf eine zunehmende Unterauslastung auf dem Arbeitsmarkt hin. Der durchschnittliche Stundenlohn stieg im November nur um 0,1 % gegenüber dem Vormonat (Konsens: 0,3 %) oder 3,5 % gegenüber dem Vorjahr, die niedrigste Jahresrate seit Mai 2021. Parallel dazu stieg die Arbeitslosenquote unerwartet um 0,1 Prozentpunkte auf 4,6 % (Konsens: 4,5 %), den höchsten Stand seit September 2021 und über dem FOMC Prognose für 2025: 4,5 %. Allerdings traten mehr Menschen in den Arbeitsmarkt ein, da die Erwerbsquote um 0,1 Prozentpunkte auf 62,5 % stieg.
„Keine politikrelevanten US-Daten heute. Eine Rede von Fed-Gouverneur Christopher Waller zur Wirtschaft.“ Ausblick steht im Rampenlicht. Wallers Chancen auf den Posten des Fed-Vorsitzenden verbesserten sich diese Wocheneben dem von Kevin Warsh, als Zweifel an Spitzenreiter Kevin Hassett aufkamen. Heute soll Präsident Donald Trump Waller interviewen.“

