Die frühere politische Entscheidung der BOJ sieht vor, dass der USD/JPY von rund 159,50 zurückfällt und sich dem aktuellen Niveau von 159,00 nähert. Die Zentralbank entschied sich dafür, den kurzfristigen Zinssatz bei 0,75 % zu belassen. Es gab jedoch drei Vorstandsmitglieder, die anderer Meinung waren und heute auf eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte drängen wollten. Die Mitglieder, die anderer Meinung waren, waren Takata, Tamura und Nakagawa.
Der Yen stieg, da dies unter sonst gleichen Bedingungen zumindest ein Schritt in Richtung einer Zinserhöhung im Juni zu sein scheint. Nachdem die BOJ auch ihre Inflationsprognosen für das Geschäftsjahr 2026 auf 2,8 % angehoben hatte. Das stellt einen starken Anstieg gegenüber der vorherigen Prognose vom Januar von 1,9 % dar.
Als solches bereitet es definitiv die Bühne für ihren nächsten Schritt, auch wenn sie heute noch nicht ganz bereit sind, darauf zu reagieren.
Die relative Unsicherheit aufgrund des Nahostkonflikts belastet immer noch, und eine zu voreilige Zinserhöhung könnte sich negativ auf die Wirtschaft auswirken. Wie ich gestern bereits erwähnte, stehen die großen Zentralbanken bei der Steuerung ihrer Geldpolitik in den kommenden Monaten vor einem sehr schwierigen Balanceakt. Der Beitrag: Als nächstes stehen die großen Zentralbanken vor der schwierigen Aufgabe, ihre Geldpolitik zu steuern
USD/JPY-Stundendiagramm
Der Rückgang des USD/JPY führt derzeit dazu, dass die Preisbewegung wieder unter die wichtigsten stündlichen gleitenden Durchschnitte fällt. Das gibt den Verkäufern kurzfristig wieder die Kontrolle, aber angesichts der vorsichtigeren Marktstimmung wird es schwierig sein, einen stärkeren Anstieg des Yen im Allgemeinen zu sehen.
Die Unsicherheit des Nahost-Konflikts belastet die Währung und die japanische Wirtschaft immer noch stark, nicht zuletzt wegen der immer noch himmelhohen Ölpreise. Sicher, der Terminmarkt sieht vielleicht ruhiger aus, aber die physischen Preise für Ölfässer liegen bei hohen Aufschlägen von etwa 140 bis 150 US-Dollar. Und das ist der Preis, den Japan jetzt zahlen muss, während es eine weitere Runde der Freigabe seiner Notreserven ausgleichen muss.
Sofern sich die Situation im Nahen Osten nicht ändert, wird es für den Yen schwierig sein, vom Boden abzuheben. Und seien Sie stattdessen vorsichtig mit der Marktreaktion entlang der japanischen Zinsstrukturkurve.
Am kurzen Ende der Kurve steigen die Renditen, am längeren Ende hingegen sinken die Renditen. Das ist ein kleines, aber subtiles Signal dafür, dass am langen Ende Befürchtungen über einen möglichen Konjunktureinbruch aufgrund einer zu starken Straffung zu erkennen sind.

