Investing.com – Die EU-Kartellbehörden haben am Donnerstag eine Überarbeitung der Fusionsregeln der Europäischen Union vorgeschlagen, um den Unternehmen mehr Spielraum für die Argumentation der Vorteile ihrer Deals zu geben.
Die Europäische Kommission, die als EU-Wettbewerbsbehörde fungiert, führte die Änderungen ein, nachdem einige EU-Länder und Unternehmen, allen voran der Telekommunikationssektor, einen flexibleren Ansatz bei Übernahmen gefordert hatten, um europäische Champions zu schaffen, die besser mit Konkurrenten aus den USA und Asien konkurrieren können.
Die Regelüberarbeitung würde es Unternehmen weltweit zum ersten Mal ermöglichen, in ihren Geschäften für die Vorteile von Nachhaltigkeit, Widerstandsfähigkeit, Investitionen und Innovation zu argumentieren, um dem traditionellen Fokus der Regulierungsbehörden auf Verbraucherschäden und verringerten Wettbewerb entgegenzuwirken.
Unternehmen müssten nachweisen, dass solche Vorteile ihre Fähigkeit steigern oder die Anreize erhöhen, zu investieren oder neue oder verbesserte Produkte oder Dienstleistungen zu schaffen oder den Vertrieb oder die Produktion zu verbessern.
Die Schwelle dürfte hoch sein, da sich die Regulierungsbehörden voraussichtlich weiterhin auf mögliche Preiserhöhungen konzentrieren werden, die den Verbrauchern schaden, und auf die Auswirkungen auf die Konkurrenz.
Mit dem Vorschlag wird ein sogenannter Innovationsschutz eingeführt, bei dem die Regulierungsbehörden nicht in Geschäfte mit Startups oder Forschungs- und Entwicklungsprojekten eingreifen, die den Wettbewerb ankurbeln könnten.
Der Schutz gilt nicht für Geschäfte, bei denen der Käufer der größte Akteur auf dem relevanten Markt ist oder bei denen das Unternehmen gemäß dem Digital Markets Act, der die Macht von Big Tech zügeln soll, als Gatekeeper gilt.
Die Europäische Kommission teilte mit, dass interessierte Parteien bis zum 26. Juni Zeit hätten, Feedback zu geben, bevor sie die Änderungen umsetzt.
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