HSBC warnt davor, dass der Energieschock ohne Friedensabkommen im Nahen Osten anhalten wird.
Zusammenfassung:
- HSBC warnt davor, dass ein Friedensabkommen für die Wiederherstellung der Energieflüsse von entscheidender Bedeutung ist
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Öl nähert sich der 100-Dollar-Marke, da die Störung in Hormuz anhält
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Die Versorgung von ca. 10 MB/Tag ist bereits beeinträchtigt, weitere gefährdet
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Energiebedingte Inflation steigt
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Wachstumsaussichten zunehmend unsicher
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Die Zentralbanken bleiben möglicherweise in der Warteschleife
HSBC-Vorsitzender Brendan Nelson warnte, dass die Wiederherstellung der globalen Energieströme von einem Friedensabkommen im Nahen Osten abhängt, da der anhaltende Konflikt ein wachsendes Risiko für Inflation und globales Wachstum darstelle.
In seiner Rede auf dem HSBC Global Investment Summit in Hongkong, wie Reuters berichtete, sagte Nelson, dass die Energiemärkte so lange unter Druck bleiben werden, wie die geopolitische Unsicherheit anhält. Die Ölpreise sind seit Beginn des Iran-Konflikts stark gestiegen und liegen bei etwa 100 US-Dollar pro Barrel. Dies spiegelt die anhaltende Besorgnis über Versorgungsunterbrechungen im Zusammenhang mit der Straße von Hormus wider, einer wichtigen Transitroute für etwa 20 % der weltweiten Öl- und Gasströme.
Nelson warnte davor, dass die aktuellen Prognosen für globales Wachstum, Handel und Inflation mit Vorsicht zu genießen seien, da sich die vollen wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts noch nicht bemerkbar machten. Er betonte das Risiko, dass anhaltende Störungen Zweitrundeneffekte verstärken werden, da höhere Energiekosten zu einer breiteren Inflation führen und gleichzeitig die Wirtschaftstätigkeit belasten.
Auch die Aussichten für die Politik ändern sich. Nelson wies darauf hin, dass strengere Finanzierungsbedingungen – angetrieben durch höhere Marktzinsen – die Zentralbanken in den Vereinigten Staaten, Europa und dem Vereinigten Königreich in diesem Jahr in der Warteschleife halten könnten, auch wenn die Inflationsrisiken weiterhin hoch bleiben.
Der Hintergrund wurde durch das Scheitern der diplomatischen Bemühungen und die Eskalation der Spannungen auf See noch komplizierter. Die US-Marine hat eine Blockade rund um die Straße von Hormus verhängt, was die Besorgnis über die Versorgung verstärkt.
Analysten schätzen, dass bereits rund 10 Millionen Barrel Rohöl pro Tag faktisch vom Markt genommen wurden, wobei die Möglichkeit besteht, dass weitere 3 bis 4 Millionen Barrel pro Tag gedrosselt werden, wenn die Blockade anhält.
Insgesamt unterstreichen Nelsons Äußerungen einen fragilen globalen Ausblick, wo Störungen auf dem Energiemarkt zunehmend die Inflationsdynamik prägen und die Wachstumsaussichten einschränken.

