Jane Foley, Senior FX Strategist bei Rabobank, stellt fest, dass geringere Erwartungen an eine aggressive Straffung der Bank of England (BoE) die Währung belasten Britisches Pfund (GBP), auch wenn die jüngsten Arbeits- und Verbraucherpreisindexdaten (VPI) aus dem Vereinigten Königreich (UK) die Marktnerven beruhigt haben. Die Bank weist auf die politische Unsicherheit hinsichtlich möglicher Führungswechsel bei der Labour-Partei hin und hält an einem 6-Monats-EUR/GBP-Ziel von 0,88 fest, wobei sie mit einem weiterhin unruhigen Handel in der Nähe des aktuellen Niveaus rechnet.
Die Neubewertung der BoE und die Politik wiegen
„Der Markt ist nicht mehr so zuversichtlich, dass die BoE steht kurz davor, ein aggressives Zinserhöhungsprogramm zu starten. Die nächste geldpolitische Sitzung der Bank of England ist für den 18. Juni geplant und die Marktpreise sind derzeit auf das Risiko einer unveränderten Geldpolitik an diesem Tag ausgerichtet, obwohl auf Sicht von sechs Monaten eine Straffung um etwa 45 Basispunkte eingepreist ist. Zu Beginn des Iran-Krieges deuteten die Marktpreise darauf hin, dass in diesem Jahr gleich viele der vier Zinserhöhungen um 25 Basispunkte drohen würden.
„Einerseits ist die Aussicht auf weniger Zinserhöhungen der BoE ein negativer Faktor für das GBP. Allerdings ist das Pfund von den schwächsten Niveaus dieses Monats sowohl gegenüber dem EUR als auch dem USD zurückgegangen, teilweise aufgrund der Zusicherungen des potenziellen Labour-Anwärters auf den Spitzenplatz Burnham hinsichtlich der Haushaltsregeln des aktuellen Kanzlers. Wir sehen Spielraum für einen weiteren unruhigen Handel in der Handelsspanne EUR/GBP um das aktuelle Niveau zu erreichen und ein 6-Monats-Ziel von 0,88 beizubehalten.
„Während jede weitere Abschwächung der BoE-Zinserhöhungserwartungen das Pfund unter Druck setzen würde, hat die britische Politik das Potenzial, für weitere Volatilität beim GBP zu sorgen. Die Nachwahl in Makerfield wird voraussichtlich am 18. Juni stattfinden, obwohl dies nicht bestätigt ist. Sollte der Labour-Kandidat Burnham gewinnen, würde er voraussichtlich einen Führungswettbewerb starten, der zu einem Übergang der Labour-Partei zur weichen Linken führen könnte.“
„Während Burnham dem Markt versichert hat, dass er sich an die aktuellen Haushaltsregeln halten würde, dürften sowohl britische Staatsanleihen als auch das britische Pfund bis in den Sommer hinein nervös sein.“
(Dieser Artikel wurde mit Hilfe eines Tools für künstliche Intelligenz erstellt und von einem Redakteur überprüft.)

