WASHNGTON (Reuters) – Laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle und Dokumenten, die Reuters eingesehen hat, hat eine Beamtin der Ureinwohner Alaskas, die an der Aufsicht der für die Forschungspolitik der US-amerikanischen Arktisforschung zuständigen Bundesbehörde beteiligt war, in den letzten Tagen stillschweigend ihr Amt niedergelegt.
Der Abgang von Elizabeth Qaulluq Cravalho, die bis Anfang dieses Monats Kommissarin der US-Arktisforschungskommission (USARC) war, ist das jüngste Anzeichen für Aufruhr innerhalb der Arktisforschungs- und Politikgestaltungsgemeinschaft seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump im Januar.
Trump hat der Forschung im Zusammenhang mit dem Klimawandel in der Arktis eine geringere Priorität eingeräumt und gleichzeitig den Fokus der US-Regierung auf Militär und Energiesicherheit in der Region verstärkt. Er hat auch seine langjährigen Versuche, Grönland von Dänemark abzutrennen, wieder aufgenommen und gleichzeitig konkrete Schritte unternommen, um den Zugang zu wichtigen Mineralvorkommen in der Arktis zu sichern.
Der genaue Grund für Cravalhos Weggang war nicht sofort klar, obwohl eine Quelle sagte, sie sei von der Regierung entlassen worden.

