Die Änderung um 25 Basispunkte ist vollständig eingepreist, sodass die Marktreaktion fast ausschließlich vom Ton der begleitenden Stellungnahme und den aktualisierten Mitarbeiterprognosen abhängen wird. Jedes Signal für einen aggressiveren kurzfristigen Kurs über die erwartete Folgeerhöhung im dritten Quartal hinaus würde wahrscheinlich die Renditen in der Eurozone in die Höhe treiben und den Euro stützen. Die Ansicht von Morgan Stanley, dass die fiskalische Unterstützung erheblich schwächer ausfällt als während der Energiekrise 2022, stellt ein erhebliches Hindernis dar, was darauf hindeutet, dass sich die EZB nicht auf Staatsausgaben verlassen kann, um den Inflationsschock abzufedern, und möglicherweise einen größeren Teil der schweren Arbeit selbst leisten muss. Die aktualisierten BIP- und Inflationsprognosen werden genau daraufhin analysiert, inwieweit die Bank ihre Wachstumsaussichten nach unten korrigiert hat.
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Es wird erwartet, dass die EZB am Donnerstag ihren Einlagensatz um 25 Basispunkte auf 2,25 % anhebt, wobei der Schwerpunkt auf der Prognose weiterer Erhöhungen liegt, da weiterhin ölbedingte Inflationsrisiken bestehen.
Zusammenfassung:
- Es wird allgemein erwartet, dass die EZB ihren Einlagensatz am Donnerstag um 25 Basispunkte auf 2,25 % anheben wird, als Reaktion auf den Inflationsdruck durch höhere Ölpreise im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt
- Analysten von Morgan Stanley betrachten den Schritt in erster Linie als einen präventiven Schritt, um zu verhindern, dass sich die Inflationserwartungen lösen, und nicht als Reaktion auf bestätigte Zweitrundeneffekte
- Es wird erwartet, dass der datenabhängige, von Sitzung zu Sitzung verwendete Wortlaut der Grundsatzerklärung unverändert bleibt, wobei die EZB alle Optionen offen hält und auf Unsicherheit und Wachsamkeit hinweist
- Morgan Stanley rechnet mit einer weiteren Zinserhöhung um 25 Basispunkte im dritten Quartal, gefolgt von einer Politikwende im Jahr 2027
- Analysten weisen darauf hin, dass der fiskalische Hintergrund wesentlich weniger unterstützend ist als während der Energiekrise 2022, was die Rolle der Staatsausgaben bei der Verstärkung oder Abfederung der Inflation einschränkt
- Parallel zur Entscheidung werden neue Expertenprognosen der EZB zu Inflation und BIP veröffentlicht
Die Europäische Zentralbank wird am Donnerstag voraussichtlich die Zinssätze um 25 Basispunkte anheben, ein Schritt, der von den Märkten vollständig eingepreist ist und den Einlagenzins in der Eurozone auf 2,25 % anheben wird, da die politischen Entscheidungsträger auf den Inflationsdruck reagieren, der von höheren Ölpreisen im Zusammenhang mit dem anhaltenden Nahostkonflikt ausgeht.
Nachdem das Ergebnis weitgehend geklärt ist, wird sich die Aufmerksamkeit auf die Zukunftsaussichten der EZB und eine neue Reihe von Expertenprognosen zu Inflation und Wachstum konzentrieren. Analysten von Morgan Stanley gehen davon aus, dass die Grundsatzerklärung der Bank ihren etablierten datenabhängigen Rahmen für jede einzelne Sitzung beibehalten wird, wobei der EZB-Rat seine Bereitschaft zum Handeln signalisiert und sich angesichts der erhöhten Unsicherheit seine Optionen offen hält.
Das Team von Morgan Stanley bezeichnet den Schritt vom Donnerstag in erster Linie als Vorsichtsmaßnahme, die darauf abzielt, die Inflationserwartungen zu verankern, bevor Zweitrundeneffekte greifen können, und nicht als direkte Reaktion auf bereits in den Daten sichtbare Effekte.
Mit Blick auf die weitere Zukunft gehen Analysten weitgehend von einem weiteren Anstieg um einen Viertelpunkt im dritten Quartal aus, wobei im Jahr 2027 eine Politikwende erwartet wird. Eine bemerkenswerte Beschränkung der Aussichten ist das finanzpolitische Umfeld. Anders als bei der Energiekrise 2022, als die Staatsausgaben einen erheblichen Puffer darstellten, bietet das aktuelle Umfeld deutlich weniger fiskalische Unterstützung, so dass die Geldpolitik weniger Spielraum hat, die Last zu verteilen.

