Goldman Sachs hat seine Kupferpreisprognose für 2026 angehoben und begründet dies mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit, dass die Vereinigten Staaten in der ersten Jahreshälfte Zölle auf raffiniertes Kupfer erheben werden, da Bedenken hinsichtlich der Erschwinglichkeit trotz anhaltender Angebotsknappheit Vorrang haben.
In einer am Montag veröffentlichten Mitteilung hob die Investmentbank ihre Durchschnittspreisprognose für 2026 von 10.650 US-Dollar auf 11.400 US-Dollar pro Tonne an. Goldman sagte, dass die politischen Entscheidungsträger zunehmend sensibler auf die inflationären Auswirkungen der Zölle reagieren, was die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Umsetzung verringert, selbst wenn die Kupferpreise auf erhöhten Niveaus gehandelt werden.
Obwohl die USA raffiniertes Kupfer von den im August eingeführten Einfuhrzöllen in Höhe von 50 % ausgenommen haben, wird das Thema weiterhin aktiv geprüft, wodurch das politische Risiko erhöht bleibt. Goldman schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass die Trump-Administration im ersten Halbjahr 2026 einen Zoll von 15 % auf Kupferimporte ankündigt, mit einer Wahrscheinlichkeit von 55 %, wobei die Umsetzung im Jahr 2027 erwartet wird und eine mögliche Erhöhung auf 30 % im Jahr 2028 möglich ist. Die Bank sagte, dass die Erwartung künftiger Zölle dazu führen dürfte, dass die US-Kupferpreise über dem Benchmark der London Metal Exchange gehandelt werden, was zu einer weiteren Bevorratung und einer Verknappung des Angebots auf Märkten außerhalb der USA führt – heute ein wichtiger Treiber der globalen Preisdynamik.
Goldman fügte hinzu, dass strukturelle Kräfte, einschließlich der Bevorratung und der Unsicherheit in der Handelspolitik, weiterhin die Preise stützen.
Trotz der höheren Prognose für 2026 beließ Goldman seine Preisprognose für 2027 unverändert bei 10.750 US-Dollar pro Tonne und ging davon aus, dass die LME-Preise sinken würden, sobald Zölle eingeführt und die globalen Märkte wieder ins Gleichgewicht gebracht würden. Die Bank hob außerdem ihre Prognose für den weltweiten Kupferüberschuss im Jahr 2026 von 160.000 Tonnen auf 300.000 Tonnen an, was ein stärkeres Angebotswachstum in der Zukunft widerspiegelt.
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Die Prognoseerhöhung unterstützt die kurzfristigen Kupferpreise und Bergbauunternehmen. Während die Kupferpreise Ende letzter Woche (Freitag) auf ein Rekordhoch stiegen, unterstreicht Goldmans unveränderte Prognose für 2027 Abwärtsrisiken, sobald Zölle die globalen Ströme verzerren und sich ein Überangebot aufbaut. Kurzfristig ist jedoch das knappe Angebot ein untermauernder Faktor.

